Rohingya Flüchtliche: Ein Mann bittet darum in Bangladesh aufgenommen zu werden, nachdem er von der Gewalt in Burma/Myanmar geflüchtet ist

Rohingya Flüchtliche: Ein Mann bittet darum in Bangladesh aufgenommen zu werden, nachdem er von der Gewalt in Burma/Myanmar geflüchtet ist

Zitiert von „Avaaz“ mit der Bitte die Petition zu unterzeichnen:

Burma: Stoppt das nächste Ruanda


Verfasst am: 28 Juni 2013

Die meisten Menschen haben erst von den Ruandern erfahren, als es schon zu spät war und 800.000 von ihnen tot waren. Nun hängt das Schicksal der Rohingya in Burma am seidenen Faden. Rassistische Banden haben Flugblätter verteilt, auf denen sie drohen, diese kleine burmesische Minderheit auszurotten. Es hat bereits entsetzliche Morde gegeben und sogar Kinder sind zu Tode gehackt worden. Alles deutet auf ein bevorstehendes Horrorszenario hin, wenn wir nicht einschreiten.

Völkermorde passieren, weil unsere Alarmglocken erst läuten wenn die Verbrechen schon begangen wurden. Die Rohingya sind ein friedliches und sehr armes Volk. Sie werden gehasst, weil sie eine dunklere Hautfarbe haben und die Mehrheit denkt, dass sie ihre “Jobs wegnehmen”. Es gibt 800.000 von ihnen und sie könnten vernichtet werden, wenn wir nicht handeln. Für viele Völker ist jede Hilfe zu spät gekommen — sorgen wir dafür, dass es bei den Rohingya anders ist.

Der burmesische Präsident Thein Sein kann Einsatzkräfte entsenden, um die Rohingya zu schützen. Er muss dafür einfach nur einen Plan genehmigen. In wenigen Tagen kommt er nach Europa, um die neue Handelsbereitschaft seines Landes anzupreisen. Wenn EU-Politiker ihn mit einer starken Forderung zum Schutz der Rohingya empfangen, dann könnte er dies tun. Lassen Sie uns 1 Million Unterschriften sammeln und rund um seine Treffen mit wichtigen EU-Staatschefs erschütternde Bilder von den Ereignissen in Burma aufhängen.

Eine Petition bei „Avaaz“ richtet sich an An Premierminister David Cameron und Präsident François Hollande mit den Worten:

„Als Bürger, die sich große Sorgen über die anhaltende Gewalt in Burma machen, fordern wir Sie dazu auf, den burmesischen Präsidenten bei Ihrem Treffen diesen Monat dazu zu drängen, die Rohingya mit allen notwendigen Mitteln zu beschützen und ihnen die Staatsbürgerschaft und alle gesetzlichen Rechte zu gewähren. Bitte bestehen Sie darauf, dass Burmas Präsident solche Maßnahmen ergreift und etwas gegen die Straflosigkeit der Angreifer unternimmt, um die Gewalt zu stoppen. Dies sollte eine Voraussetzung für verbesserte Handelsbeziehungen sein. Sie haben mehrfach erwähnt, dass frühes Handeln nötig ist, um Völkermorde und Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu verhindern — jetzt ist der Moment gekommen, um diese Worte in die Tat umzusetzen.“

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Zum Gedenken an Marwa el-Sherbini

Am 1. Juli vor vier Jahren wurde die schwangere Marwa El-Sherbini in einem Dresdner Gerichtsaal von Alex Wiens mit 18 Messerstichen vor ihrem dreihährigen Sohn brutal niedergemetzelt. Unabhängig davon, dass die sächsische Justiz keine Waffenkontrollen für nötig hielt und ausgerechnet der Ehemann von einem Polizisten für den Angreifer gehalten und angeschossen wurde – welcher versuchte seiner Frau zur Hilfe zu eilen und 16 Messerstiche erlitt – ist für mich das Verhalten der Medien und das Frau Merkels in diesem Kontext sehr befremdlich.

Zunächst einmal ist festzuhalten, dass dieser Mord eindeutig aus Islamfeindlichkeit begangen worden ist. Darüber gibt es keinen Zweifel. Gespeist durch unqualifizierte, selektive und tendenziöse Medienberichterstattungen und islamophobe Blogs. Weder ging es um eine Schaukel, noch um Ausländer, noch um ein unbekanntes Motiv. Auch hätte das Thema nicht auf die Sicherheit in Gerichtssälen reduziert werden dürfen. Dennoch lasen wir nur Randmeldungen mit solchen und ähnlichen Überschriften.

So weit musste es also kommen und ganze fünf Tage lang schwieg die deutsche Medienlandschaft darüber. Warum berichtete keiner darüber? Ich fühlte totale Fassungslosigkeit. Fassungslos nicht nur darüber, dass man nicht darüber berichtete, sondern auch fassungslos über diesen unvorstellbaren Hass und den unfassbaren Tathergang. Ich war zutiefst erschüttert über ihren Tod und konnte mir nur ausmalen, was ihre Hinterbliebenen durchmachen mussten, die auch noch Zeugen dessen wurden.

Die Medien hatten dann erst zögerlich angefangen über ihren Fall zu berichten, nachdem private Blogs und die ausländische Presse Druck gemacht haben. Sonst hätte der brutale Mord an der Ägypterin Marwa El-Sherbini vermutlich kaum für Schlagzeilen gesorgt, da sie bedauerlicherweise erst Monate später zu lesen oder zu hören waren.

Was jedoch bedauerlicher ist, ist die Tatsache, dass die Bundeskanzlerin es in der Folge versäumt hat sich an die deutschen Muslime zu wenden und ihnen zumindest zu sagen, dass so etwas nie wieder passieren darf. Stattdessen hat sie dem ägyptischen Staatspräsidenten ihr Bedauern bekundet. Ohne einen Gedanken daran zu verschwenden, dass die Muslime in Deutschland die Zielscheibe darstellten und es jeden Muslim in Deutschland hätte treffen können. Mir ist bewusst geworden, dass auf Seiten der Politik die Islamophobie weder ernst genommen, noch als gesellschaftlicher Missstand oder gar als Problem erkannt wird.

Dieses Thema ist innerhalb der muslimischen Gemeinde immer noch präsent. Mir ist endgültig klar geworden, dass die Diskriminierung, die Muslime in Deutschland erfahren, keine Ausnahmen sind. Dafür sind es zu viele. Letztendlich wurde Marwa ermordet. Und bereits eine Woche nach diesem Vorfall gab es fast einen zweiten Mord in der Bonner U-Bahn. Aber wen interessiert das schon? Die selektiven Medien sicher nicht.
Ich empfand damals Wut. Wut gegenüber dem Täter, Wut über das mediale Schweigen, Wut über das Desinteresse der Regierung an den Muslimen. Auch mein Vertrauen wurde sehr angeschlagen.

Aber wir müssen alle ein Beispiel an Marwa nehmen. Sie empfand nach all den Diskriminierungen, die sie vor ihrer Ermordung erfahren musste, weder Ablehnung noch Hass gegenüber dieser Gesellschaft, sondern setzte Vertrauen in sie und in den Rechtsstaat. Denn sie glaubte an Gerechtigkeit und lehnte Hass und Menschenfeindlichkeit ab. Mit einem freundlichen Lächeln sagte sie dem Täter ins Gesicht, dass der Islam eine friedliche Religion ist. Seine Reaktion verstehe sie nicht.

Marwa El-Sherbini musste ihr Leben für etwas geben, dessen Schutz ihr durch das Grundgesetz garantiert sein sollte. Sie starb aufgrund ihrer religiösen Überzeugung.

Angesichts der jüngsten Debatten über die Unruhen in der Türkei habe ich mich letztendlich entschlossen diesem Thema einen Artikel zu widmen, obwohl ich mich ursprünglich da raus halten wollte. Ich habe die ganze Zeit nur geschwiegen und beobachtet.

Ich will niemanden zu unrecht verteidigen, aber auch nicht zu unrecht anklagen. Ungerechtigkeit passt nicht zu mir. Ich werde versuchen einen Überblick über die Lage zu verschaffen. Daher bitte ich auch diesen Text bis zum Ende zu lesen.

Verzerrte Wahrnehmung

Das Bild, das durch die Protestaktion im Ausland entstanden ist, täuscht. Es sieht so aus, als wären die Türken ein armes, unterdrücktes Volk, das endlich aufgewacht ist und seine Stimme erhebt. Es wird unhinterfragt Partei ergriffen, nicht differenziert und ein Schwarz-Weiß Denken erzeugt.

Es ist aber vermessen die Protestwelle in der Türkei mit dem arabischen Frühling und den Ereignissen auf dem Taksim-Platz mit der Revolution auf dem Tahrir-Platz in Ägypten zu vergleichen, wie es viele getan haben. Mit den Demokratiebewegungen des “arabischen Frühlings” ist die Situation in der Türkei schlicht und ergreifend nicht vergleichbar. Nicht zuletzt deswegen, weil ein Großteil der Demonstranten der linksextremen Seite zuzuordnen ist. Oder ist es vorstellbar, dass sich bekennende Kommunisten für Demokratie einsetzen?

Die extreme Einseitigkeit in unseren Medien lässt die Meinung entstehen, dass der türkische Premierminister Erdogan ein brutaler Machthaber ist, der mit aller Gewalt gegen friedliche Demonstranten vorgehe, die einen Park beschützen wollen. Dass jedoch Linksextreme und Oppositionsparteien diese Proteste organisieren, um zu randalieren, wird in keinem Wort erwähnt. Man kann Erdogan kritisieren, doch man sollte nicht vergessen, dass es sich bei diesen Kundgebungen keineswegs um Umweltschützer handelt. Diese machen den allergeringsten Teil aller Protestler aus und waren vor allem nur zu Beginn der Demonstrationen aktiv, da es bereits hinsichtlich der Bäume im Park seit langem einen Änderungsplan gibt. Die Bäume werden verpflanzt und nicht gefällt. Der Gezi Park wird sogar durch weitere Blumenanlagen ausgebaut. Im Streit um die Bebauung des Parks will die Regierung die endgültige Entscheidung des Gerichts abwarten. Die 70 Jahre alten Bäume sind den jetzigen Protestlern weitgehend egal, denn viele Naturschützer und Demonstranten, die für den Erhalt des Parks sind, haben sich zurückgezogen. Es geht hier um etwas anderes. Es geht um das gemeinsame Feindbild Erdogan.

Dass die Regierung Istanbuls zu Beginn der Proteste Fehler im Umgang mit den Demonstranten im Gezi Park gemacht hat, ist nicht von der Hand zu weisen. Niemand akzeptiert oder begrüßt brutale Polzeimethoden. Allerdings ist es offensichtlich, dass gewisse Randgruppen den Protest instrumentalisieren wollen.

Wie es begann

27. Mai. Einige Aktivisten verhinderten die weitere Zerstörung der Parkmauer und die Entwurzelung einiger Bäume durch Bagger. Am nächsten Morgen wurde der Platz mit Hilfe der Stadtpolizei dennoch geräumt und der Abriss fortgesetzt. Obwohl es keinen physischen Widerstand seitens der Demonstranten gegeben habe, wurde von der Polizei Tränengas eingesetzt. (Quelle) Der Gouverneur von Istanbul, Hüseyin Avni Mutlu, sagte, dass die meisten Demonstranten den Aufforderungen entsprochen und den Gezi-Park verlassen hätten, die Polizei sei gegen marginale Gruppen vorgegangen, die den Park nicht räumen wollten. (Quelle) Am 29. Mai versammelten sich weitere Menschen, um den Gezi-Park zu besetzen.

Die Polizei wollte die unangekündigte Demonstration auf dem Taksim-Platz auflösen, während der Gezi Park seit längerer Zeit besetzt war. Leider setzte sie dafür Tränengas ein. Ab jetzt wandelt sich die Situation jedoch drastisch. Das Vorgehen der Polizei gegen die Parkschützer hatte zu Massenprotesten gegen Erdogan und dessen Politik geführt, die tagelang anhielten. Was sich in den nächsten Tagen abspielen sollte, ist jedoch unverständlich. Die unglaubliche Eskalation ist unbegreiflich.

Am 1. Juni räumte der Ministerpräsident Erdogan in einer Fernsehansprache ein, dass der Einsatz von Tränengas durch die Sicherheitskräfte ein Fehler war. Das Innenministerium kündigte an, die Verantwortlichen zur Verantwortung zu ziehen. Im Stadtteil Besiktas versuchten einige Demonstranten den Amtssitz von Erdogan zu stürmen. Die Polizei feuerte weiter Tränengas ab, woraufhin Demonstranten einen Polizeiwagen anzündeten. (Quelle)

Das Vorgehen der Polizei zu Beginn ist nicht akzeptabel. Ich bezweifle, dass die Härte des Polizeieinsatzes bei der Räumung des Taksim-Platzes berechtigt war. Inzwischen ist aus dem friedlichen Protest jedoch ein Akt des Vandalismus und des gewalttätigen Widerstandes gegen die Staatsgewalt geworden. Mein Respekt gilt denen, die wirklich friedlich demonstrieren, ohne anderen Schaden zuzufügen und ohne den eigentlichen Zweck zu missbrauchen.

Verbreitung von Desinformation

Über soziale Medien wurden dutzende Falschmeldungen verbreitet. Vor allem zu Beginn der Demos, tauchten diese im Internet auf, woran auch oppositionelle Parteiabgeordnete beteiligt waren. So wurden z.B. auch von einem BDP Abgeordneten via Twitter Fotos von einem 2012 Marathon verbreitet und diese als Demonstranten ausgegeben, um über ihre relativ geringere Masse hinwegzutäuschen. Überdies wurden auf Facebook Fotos von einer Frau geteilt, die mehrere große Schnittwunden am Rücken hatte oder einer gefesselten Frau, die von einem Polizisten ins Gesicht getreten wird. Einige dieser Meldungen fanden sogar ihren Weg bis in die Medien. Ferner war sogar die Rede von 500 Toten oder einer Explosion auf dem Taksim-Platz. Alles Falschmeldungen wie sich herausstellen sollte.

Die jetzige Situation

Auch in Deutschland und anderen EU Ländern werden Demonstranten mit Wasserwerfern und sogar Pfeffergas auseinander getrieben und Demos aufgelöst. Daher ist der große mediale Wirbel um und der Fokus auf die Türkei erst einmal merkwürdig. Dass dann auch noch der politisch motivierte Vandalismus der Protestler in der Meinungsmachung der Medien völlig ausgeblendet wird und bis heute noch von “friedlichen Demonstranten” die Rede ist, ist unverständlich. Es sind nämlich nicht nur friedliche Demonstranten, die hierbei beteiligt sind. Wenn dem so wäre, gäbe es keine zerschlagenen Schaufenster, angezündete Fahrzeuge und Büros der Regierungspartei AKP, hunderte verletzte Polizisten und beschädigte Polizeifahrzeuge. Den bisherigen Sachschaden beziffert der Innenminister der Türkei auf umgerechnet 28 Millionen Euro. Wer sich zur Abwechslung auch Fotos der Zerstörung durch die Demonstranten anschaut, wird schockiert sein. Selbst wenn die Polizei angefangen haben sollte, rechtfertigt das solch ein Verhalten nicht.

Es ist jetzt länger bekannt, dass sich unter diese Menschen Provokateure gemischt haben, die die Situation zum Eskalieren bringen. Deswegen haben sich viele Naturschützer und Demonstranten, die für den Erhalt des Parks sind, zurückgezogen. Man sollte sich mal die Frage stellen, woher die ganzen Brände stammen. Wasserwerfer versprühen normalerweise kein Feuer.

Die Demonstranten verhalten sich inzwischen sehr gewalttätig und die Polizei greift daher immer härter durch. Sie setzt neben unzähligen Tränengaspatronen nun auch Wasserwerfer ein (Vermutungen zufolge auch Pfeffergas) und unterscheidet nicht zwischen gewaltbereiten und friedlichen Demonstranten, somit geraten letztere auch zwischen die Fronten.

Was gern vergessen wird

Es wird zudem außer Acht gelassen, dass mehr als 10 Mio. Menschen in Istanbul leben. Welche Staatsgewalt darf dulden, dass Anarchisten, Links- und Rechtsextreme, Anhänger von Terrororganisationen (DHKP-C) – die im übrigen auch in Europa als solche eingestuft und verfolgt werden – einen öffentlichen Platz oder Park wochenlang belagern und daraus eine gesetzlose Zone machen?

Taner Beklen stellt fest:

„Jene, die das Recht zu Protestieren in den Mittelpunkt stellen, müssen auch das Recht der Anwohner, der Ladenbesitzer im Auge behalten. Diese können seit Wochen ihre Geschäfte nicht mehr betreiben, weil sie teilweise oder ganz zerstört wurden von den “friedlichen” Demonstranten. Die Menschen dort leben von ihren Geschäften. Anwohner und Familien trauen sich nicht mehr auf die Straße. Ist es nicht die Aufgabe des Staates auch diese Menschen zu schützen?
Kein anständiger Mensch, kein Demokrat wird das Demonstrationsrecht verkennen. Doch auch hier gibt es Regeln. Darf man beispielsweise auf einem deutschen Platz ohne Genehmigung und jegliche Regeln demonstrieren? Um sich herum alles kaputtschlagen, Polizisten steinigen, verbotene Zeichen aufstellen und Parolen von sich geben? Darf man öffentliches und privates Eigentum in Brand stecken oder entwenden, mit Molotow-Cocktails werfen und Barrikaden bauen?“

Man stelle sich vor, so etwas passiere in Deutschland. Ein hartes Eingreifen der deutschen Polizei mit Tränengas und Wasserwerfern wäre eine Standartmaßnahme, die in jeder modernen Demokratie stattfindet.

„Andere lassen ihre Armeen aufmarschieren oder schießen direkt mit scharfer Munition. Das kennt die türkische Opposition aus ihrer Regierungszeit nur zu gut, schreit heute aber am Lautesten.“, schreibt Taner weiter.

Die Abneigung gegen einen Politiker oder seiner Politik rechtfertigt in keiner Weise den Verstoß gegen Gesetz und Ordnung, auch nicht das attackieren von Polizeibeamten.

Demokratieverständnis

Stimmen ertönen mit einer Aufforderung an die EU,  beim Sturz einer legitim demokratisch gewählten Regierung mitzuwirken, obwohl das Demonstrationsrecht für partei-politischen Vandalismus missbraucht wird.

Erdogan ist demokratisch gewählt und dreimal von den Wählern in seinem Amt bestätigt und legitimiert worden. Ihm die demokratische Legitimation abzusprechen, bedeutet die Demokratie abschaffen zu wollen. Und es gibt kein Recht in einer Demokratie, eine Position außerhalb des Rechtsweges durchzusetzen. Das Recht zur freien Meinungsäußerung und Demonstration beinhaltet nicht das Recht zur Besetzung von Plätzen und Straßen. Weder in Deutschland, noch in der Türkei, noch irgendwo anders auf der Welt. Auch gibt es kein Recht auf Regieren ohne Mehrheit oder Recht auf Randale. Während dessen möchte man der Hälfte der Türken ihre demokratischen Rechte streitig machen, die mit Mehrheit diesen Mann gewählt und ihn dreimal in seinem Amt bestätigt haben.

Die Opposition gegen Erdogan ist nicht nur sachlich bestimmt. Und er ist nicht der einzige, der zu einer gewissen Polemik neigt. Ihn als einen autoritären Despoten darzustellen, ihn mit Faschismus und Diktatur zu beschuldigen, ist haltlos und keiner vernünftigen Erklärung zugänglich. Diese Unvernunft erreicht ihren Höhepunkt jedes Mal, wenn Erdogan-Gegner ihn mit Hitler gleichsetzen.

Einseitigkeit der Medien

Ein weiteres Beispiel für die einseitige Berichterstattung unserer Medien ist, dass die Deutungshoheit nur Erdogan-Kritikern gehört. Und das in einer Weise, das deutsche Medien mehr über den Gezi Park berichten als über die eigenen Flutopfer. Wir hören niemanden aus dem Erdogan-“Lager”, der das Vorgehen der Regierung deuten oder erklären darf.

Selbstverständlich sollte man sich mit den Protesten und dem Vorgehen der Polizei auseinandersetzen, aber was hier betrieben wird, ist eine mediale Kriegsführung, mit der Absicht eine demokratische Regierung zu stürzen.

Es ertönen Stimmen, die als die Hüter der Demokratie auftreten, sich andere Regierungen gegenüber überlegen fühlen und diese als nicht demokratisch genug anprangern und dabei gerne vergessen, dass sie selbst nicht anders handeln. Im Falle des US-Polizisten mag man sich gefragt haben, was ihn zu solch einem Fehlverhalten bewogen hat. Das Verhalten der türkischen Polizei wird erst gar nicht hinterfragt und man geht mit einer Selbstverständlichkeit davon aus, dass dahinter nur ein anti-demokratisches Vorhaben gesteckt haben muss. Es kann nur Erdogans undemokratischer und despotischer Wille gewesen sein, die jede Art von Demonstration und Protest gegen ihn zu unterbinden versucht. Eine andere Interpretation scheint den deutschen Medien fern zu sein.

Mit zweierlei Maß gemessen

Man kann sich über die unverhältnismäßige und überzogene Anwendung von Gewalt durch die türkischen Polizeikräfte bei ihrer Reaktion auf die Proteste im Istanbuler Gezi-Park aufregen und kritisieren.

Jedoch erleben wir auch in Deutschland Einsätze von Polizeikräften, die auf gleichem Niveau sind, wenn nicht härter. Man erinnere sich nur an Stuttgart 21, wo sogar Schüler und Rentner angegriffen wurden. In Istanbul hat es sogar harmloser angefangen als in Stuttgart, aber diesmal empörte man sich plötzlich unermesslich darüber, dass Demonstranten nicht demonstrieren durften und den besetzten Platz räumen mussten. Als unmittelbare Schlussfolgerung zweifelte man sofort die demokratischen Verhältnisse in der Türkei und die Demokratiefähigkeit ihrer Regierung an. In Fällen wie Stuttgart 21 entstand jedoch kein einziger Zweifel an den demokratischen Verhältnissen der deutschen Regierung. Warum ist das so?

Der „Demokratie-Test“

Erst kürzlich am 01.06.2013 wurde die Blockupy in Frankfurt  von deutschen Einsatzkräften attackiert. Ein massives Polizeiaufgebot hat die Hauptkundgebung der Blockupy-Bewegung in Frankfurt am Main am Samstag faktisch unterbunden. Es kam zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Polizisten und Demonstranten, auf beiden Seiten gab es Verletzte. Die Polizei ging mit Pfefferspray und Schlagstöcken gegen Protestler vor und verhinderte die Demonstranten am demonstrieren. Auch der britische Premierminister David Cameron drohte vor zwei Jahren Demonstranten während einem Aufstand mit Staatsgewalt und bezeichnete sie als Kriminelle. Die Türkei hat hier also kein Monopol.

Der Ministerpräsident von Baden-Württemberg Stefan Mappus von der CDU sagte in einer Pressekonferenz am 01.10.2010 über die Polizeigewalt:

„Wer auf Arbeiter oder Polizeibeamte Flaschen wirft, selbst mit Pfefferspray sprüht und sich nicht an die Anweisungen der Polizeibeamten hält, handelt rechtswidrig. Auf solche Situationen mussten die Beamten reagieren.“

Es ist stark anzuzweifeln, dass die Gewalt der Polizei in Stuttgart eine Reaktion, und die Gewalt der Demonstranten die Ursache der Eskalation war. Dieser Tag ist als der schwarze Donnerstag bekannt. Die Polizei hat auf Demonstranten eingeschlagen, und das ohne vorher provoziert oder mit Molotow Cocktails beworfen worden zu sein. Wer wurde hier angeklagt? Kein Politiker musste sich Sorgen um seinen Posten machen.

Was hören wir über Istanbul? Die Medien unterstützen die Absetzung der gesamten Regierung und agieren international meinungsbildend gegen die demokratisch gewählte Partei. Es ist jedem klar, dass solch eine Reaktion der Polizisten nicht gutgeheißen werden kann, aber ich möchte darauf hinweisen, dass diese so unterschiedliche Wahrnehmung des gleichen Falls doch schon ziemlich seltsam ist.

Hier geht Gewalt von der der Polizei aus, aber es wird nicht gefordert, dass Frau Merkel zurücktritt oder behauptet, dass sie Hitler sei…

Wenn wir also Deutschland, England und die USA (Stichwort: Occupy-Demonstranten) als Vorbilder nehmen, dann hat die Türkei den „Demokratie-Test“ bestanden.

Stuttgart 21. Wasserwerfer, Pfefferspray und Knüppel werden auf brutalste Weise eingesetzt, auch gegen Schüler und Rentner. Die Bilanz: verletzte und schwer verletzte Menschen. Im Vergleich müsste man nun den Rücktritt Merkels und die Auflösung der Regierung fordern. Alle Bürger hätten das Recht öffentliche Plätze wochenlang zu besetzen, Läden zu plündern, private und öffentliche Autos, Busse und Einrichtungen zu zerstören, Barrikaden zu erstellen und mit Molotow Cocktails um sich zu schmeißen.

Ich hoffe, dass ich einen differenzierteren Blick auf die Situation verschaffen konnte.

Spekulationen, Verdächtigungen, unverzifizierte Meldungen und Quellen.

Es ist eine Wettlauf der Journalisten wer als erster berichtet. Und wenn am Ende endlich doch das Richtige ans Tageslicht kommt, sind die zu Beginn bereits verstreuten ungeprüften Informationen bereits in aller Munde und tief in allen Köpfen eingenistet. Nachher macht sich der Otto Normalverbraucher dann doch nicht mehr die Mühe weiter zu forschen, denn, wenn so viele schon am Anfang voneinander abgeschrieben haben und die Richtigstellung einer Meldung später nur am Rande erwähnt wird, hinterfragt man diese Informationen nicht mehr. Dann ist es auch nicht verwunderlich, dass unreflektierte Panik und Vorurteile gestärkt werden.

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Indien, Afghanisten und den Massai?

Hagen Rether – Nichts interessiert uns

 

 

»Die Person, die ich am meisten mag ist jene, die mich auf meine Fehler hinweist.«

(Umar ibn al-Khattab)

Die 7 Milliarden Grenze ist erreicht. Während einige sich angesichts dieser großen Zahl Sorgen um die Ernährung der Weltbevölkerung machen, verschwenden wiederum andere noch immer unfassbare Unmengen an Lebensmittel.

Ist euch schon einmal aufgefallen, dass die Regale im Supermarkt zu jeder Zeit gefüllt sind? Morgens bis abends, Tag für Tag, sei es Fleisch oder Gemüse. „Gibt’s nicht“ gibt’s nichts. Wo kommt das alles her? Eine andere Frage, die man stellen sollte könnte auch lauten: Wo geht das alles hin?

Ich möchte euch ein wenig auf diese Thematik der Verschwendung von Lebensmittel sensibilisieren. Die Welternährungsorganisation der Uno sagt, dass mehr als die Hälfte unserer Lebensmittel im Müll landet. Das Meiste auch noch bevor es unseren Esstisch überhaupt erreicht. Allein in Deutschland werden jährlich 15 Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen, eine halbe Million davon ist Brot. Man würde beim Versuch sich diese Menge an Nahrung auf einem Haufen vorzustellen kläglich scheitern. Sich eine halbe Millionen Lastwagen von Berlin bis Peking aneinandergereiht vorzustellen, würden wir unserem Vorstellungsvermögen noch immer keinen Gefallen tun. Unser Verstand würde es aber erfassen wenn wir hören, dass das Essen, das wir in Europa wegwerfen zwei Mal reichen würde, um alle Hungernden der Welt zu ernähren.

Es sind nicht nur die Haushalte, welche schon allein Nahrung im Wert von 20 Milliarden Euro in Deutschland jährlich wegwerfen, sondern vor allem die Industrie und die Marktwirtschaft. Nehmen wir als eine kleine Einführung das Mindesthaltbarkeitsdatum von einem Lebensmittel. Es wird von der Industrie selbst festgelegt und nicht von irgendeiner Gesundheitsbehörde. Außer bei Fleisch-, Fisch- und Eiprodukten ist es keineswegs ein Hinweis auf gesundheitliche Risiken, nein, sondern es geht um bestimmte Eigenschaften des Produkts, wie z.B. die Cremigkeit von Jogurt. Wir haben uns bei solch einem Übermaß an Auswahl Bedürfnisse geschaffen, die wir vorher gar nicht hatten. Und schließlich wollen wir als Kunden bei solch einem Überfluss an Auswahl nur das Beste, etwa genauso wie die Industrie unser Bestes will, nämlich Geld.

Das Haltbarkeitsdatum als Berechtigung für das Wegwerfen angenommen, schmeißt der Verbraucher nun mit gutem Gewissen diese Lebensmittel „im Dienste seiner Gesundheit“ in den Müll. Aber der Wahnsinn beginnt erst hier. Denn das Meiste was Supermärkte als Abfall werten, wird noch vor Ablauf des Haltbarkeitsdatums weggeworfen. Frische Bananen und Tomaten, die noch zu 100% genießbar sind, verschwinden ohne wenn und aber in der Müllpresse. Hinzu kommt auch noch, dass die Hersteller dieses Haltbarkeitsdatum immer weiter verkürzen. Man beachte das Ablaufdatum von Mineralwasser… Ja selbst Wasser habe ein Ablaufdatum. So produziert ein einziger Supermarkt jedes Jahr zwischen 500 und 600 Tonnen Abfälle. Dadurch das mehr weggeworfen wird, wird auch mehr gekauft, also wird auch mehr produziert werden.

Klettern wir die Leiter des Wahnsinns noch weiter hoch, sehen wir, dass die Lebensmittelverschwendung bereits beim Ernten beginnt. Zu kleine oder zu dicke Kartoffeln, aber auch Tomaten die den Farbscan nicht bestehen (ihr rot darf nicht „zu“ hell, aber auch nicht „zu“ dunkel sein) werden gleich wieder aussortiert. Auf diese Weise werden 40-50% bei der Ernte weggeschmissen.

Im Supermarkt wird man keine Gurke finden, die krumm ist oder Äpfel die nicht gleich groß sind, egal wie perfekt sie auch seien, sie entsprechen dann noch immer nicht der Handelsnorm und werden erst gar nicht angeboten. Zudem werden Lebensmittel vernichtet, damit der Preis stabil bleibt. Es gibt einfach zu viel davon auf dieser Erde. Der Vernichtungswahn nimmt kein Ende.

Diese ganze Lebensmittelverschwendung ist angesichts des Hungers auf der Erde eigentlich unglaublich. Anstatt die Überproduktion bzw. den Überfluss an die Länder weiterzugeben, wo sie dringend gebraucht werden, landet mehr als die Hälfte im Müll. Tonnenweise Obst reist tausende Kilometer zum Großmarkthandel, um auf der Müllkippe zu landen. Warum verschenken die Händler nicht die noch essbaren Lebensmittel, statt sie wegzuwerfen? Eine französische Hilfsorganisation versucht etwas von den für die Mülltonne bestimmten Lebensmittel zu retten, aber sie bekommen längst nicht alles. Wenn man alle Arten von Lebensmitteln tausende Kilometer auf Reise schicken kann, um sie anschließend auf die Müllkippe zu werfen, wieso fällt es dann so schwer diese Lebensmittel dorthin zu bringen, wo hungernde Menschen sie brauchen?

Gott hat uns als Statthalter auf dieser Erde eingesetzt und so müssen wir uns auch verhalten, nämlich verantwortungsvoll mit der Umwelt und den Mitmenschen umgehen. Es ist nicht nur eine Option diesen Menschen zu helfen, es ist eine Pflicht.

Man kann nur wütend werden angesichts der Tatsache, dass die Fischbestände vor den Küsten Afrikas leer gefischt werden, um sie dann anschließend einfach so auf den Abfall zu werfen. Schon ein einziges der vielen europäischen Schiffe fängt an einem Tag so viele Tonnen Fisch, wie ein anwohnender Fischer nicht einmal im Jahr fangen könnte, wenn er täglich aufs Meer führe.

Unsere Großeltern wussten noch was Hunger bedeutet. Heute haben wir hunderte von Auswahlmöglichkeiten und haben uns Bedürfnisse geschaffen, die wir vorher gar nicht hatten. Der Kunde will nicht nur ein Produkt haben, sondern eine Auswahl. Die weggeworfenen Lebensmittel zahlen wir als Kunden mit, weil nicht alles verkauft wird. Dadurch, dass wir sie wegwerfen geht nicht nur bei uns, sondern vor allem beim Rest der Welt der Preis hoch. Für uns mag es zwar keinen großen Unterschied zu machen, aber für die Ärmsten der Welt ist eine Preissteigerung von Weizen, die durch unser Wegwerfen ausgelöst wird, ein folgenschwerer Verlust, der Millionen von Menschen an einer ausreichenden Ernährung hindert. Je mehr wir wegwerfen, desto höher ist der Preis. Unser Wegwerfen führt also noch einmal indirekt zu Hunger in der Welt. Dazu kommt noch, dass über 50% des gehandelten Getreides als Tierfutter dient (um Fleisch zu produzieren) oder Bio-Kraftstoff, aber nichts davon kommt bei hungernden Menschen an.

Nun gibt es 7 Milliarden Menschen und es gibt Nahrung auf der Welt für ein vielfaches dieser Zahl. Deswegen ist es unsinnig zu behaupten, dass die vorhergesehene „Überbevölkerung“ an sich der Grund für noch mehr Hungernde Menschen sein wird. Die Überflussgesellschaft ist einfach nur im Wahn des Übermaßes.

Und seid nicht verschwenderisch, Er liebt gewiss nicht die Maßlosen.“ (Sure 6, Vers 141)

(auch zu lesen auf Cube-Mag)

Warum hungern Menschen? Diese Frage stellen sich viele. “Warum lässt Gott diese Menschen hungern” ist hingegen die falsche Frage. “Warum enthalten wir Menschen unseren Mitmenschen die Nahrungsmittel vor?” müsste sie richtig lauten.

Vielleicht kennen einige von euch die britische “Ali G. Show” (derselbe Schauspieler der “Borat” spielte). Er interviewte einmal einen Politiker und stelle ihm die Frage, warum man den Menschen in Afrika keine Rosinenbrötchen schicke, denn Geld könne man doch nicht essen. Die Antwort habe ich bis heute nicht vergessen.

Der Politiker sagte ausdrücklich, dass man dies niemals machen würde. Man würde höchstens Geld schicken. Diese Frage, die eigentlich zum Scherz gestellt wurde, brachte eine Antwort hervor, die doch sehr viel mehr aussagte, als der Mann glaubte. Seine Antwort hinterließ bei mir einen bleibenden Eindruck. Ich verstand, dass dieses Thema den Menschen nicht so wichtig war. Dass die Spenden veruntreut werden, oder man sogar erst einmal die Schulden damit zurückbezahlen müsste, die man beim “Spender” gemacht hat, ist dabei völlig egal.

Es ist nicht nur so, dass diese Länder nach wie vor ausgebeutet werden – heute werden sie wirtschaftlich durch Zinseszinsen ausgebeutet und abhängig gemacht – Europa fischt auch noch die Meere vor den Küsten Afrikas leer. Ein Schiff fängt an einem Tag so viele Tonnen Fisch, wofür ein anwohnender Fischer über ein Jahr bräuchte, wenn er täglich aufs Meer führe.

Nicht, dass es schon schlimm genug wäre, woher unsere Nahrungsmittel kommen (und ich spreche nicht vom Fisch), es ist auch seltsam, dass die Überproduktionen bei uns nicht an die Länder weitergegeben werden, wo sie gebraucht werden. Nein, stattdessen landen mehr als die Hälfte unserer Lebensmittel im Müll. Und dann werden Spenden verschickt, um die Menschen angeblich aus dem Elend befreien zu wollen.

Und das ist auch das Thema um das es mir geht: Lebensmittelverschwendung. ALLEIN in Deutschland werden jährlich 15 Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen! Diese Menge an Güterwaggons kann man sich nur schwer vorstellen. Das Essen, dass wir in Europa wegwerfen würde zwei Mal reichen, um ALLE HUNGERNDEN DER WELT zu ernähren!

Zudem werden Lebensmittel tonnenweise von Industrienationen überall auf der Welt VERNICHTET, damit der Preis stabil bleibt. Lebensmittel müssten sonst kostenlos angeboten werden, weil es zu viel davon gibt. Aber das wäre ja total antikapitalistisch, ein Albtraum.

Die Reichen werden immer reicher und die Armen ärmer. Geiz, Egoismus und Gier ohne Rücksicht auf andere. Der Teufel lobt dieses Verhalten. Es ist schließlich eine weltweite Tatsache, dass die Hälfte der Armen der Welt in rohstoffreichen Ländern leben. Wie kommt das?

“Nigeria ist der größte Ölexporteur Afrikas und doch lebt 70% der Bevölkerung unter der Armutsgrenze. Zu dem vorhandenen Reichtum haben die Einwohner keinen Zugang.” [Zitat aus der Dokumentation HOME]

Die Menschheit gibt zwölf mal mehr für Militär aus, als für Entwicklungshilfe und beschwert sich dann darüber, warum Gott diesen Menschen keine Nahrung gibt, die sie selbst vorenthalten. Gott hat uns als Statthalter auf dieser Erde eingesetzt und so müssen wir uns auch verhalten, nämlich verantwortungsvoll mit der Umwelt und den Mitmenschen umgehen. Über 50% des gehandelten Getreides dient als Tierfutter (um Fleisch zu produzieren) oder Bio-Kraftstoff, aber nichts davon kommt bei hungernden Menschen an.

Es gibt ca. 6 Milliarden Menschen und es gibt Nahrung auf der Welt für ein vielfaches dieser Zahl. Deswegen ist es heuchlerisch oder einfach nur unwissend zu behaupten, dass es aufgrund der “Überbevölkerung” in ein paar Jahren sehr bald keine Nahrung mehr geben wird und deswegen noch mehr Menschen hungern werden. Nein, es wird nicht noch mehr hungernde Menschen geben, weil es weniger Nahrung geben wird, sondern weil es nur noch mehr Menschen geben wird, denen Nahrung vorenthalten wird. Wen es wirklich interessiert, der findet diese Informationen auch von selbst.

Was ich sagen will ist: Man soll endlich diesen Denkprozess voranbringen und man soll sich endlich bewusst werden, dass es an der Zeit ist unser Verhalten zu reflektieren und zu ändern. Unsere Großeltern kannten noch so etwas wie Hunger. Heute versinken wir in unserem Übermaß.

Ich bin Gott dankbar dafür, dass Er mir das Fasten zur Pflicht gemacht hat, denn neben der Selbstläuterung kann ich so zumindest ein wenig nachvollziehen, wie es diesen Menschen geht. Ganz im Gegensatz zu jemandem, der arme Menschen auf dem Bildschirm sieht und dabei einen vollen Bauch hat.

„Und seid nicht verschwenderisch, Er liebt gewiß nicht die Maßlosen.“ [Sure 6, Vers 141]

Eines verstehe ich nicht:
Die soziale Lage in England ist deutlich besser als in den Ländern Nordafrikas und man kann gesellschaftliche Misstände auch ohne Schwierigkeiten oder Probleme benennen und dennoch ist das Ausmaß des „Protests“ (wohl eher Krawalle und Zerstörung) heftiger und schlimmer. Wieso?

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