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Der US-Kongress hat am Montag beschlossen nach den Verantwortlichen der Finanzkrise zu suchen, damit in Zukunft Krisen verhindert werden können.

Man sucht nur an der falschen Stelle…klar, es stecken Menschen dahinter, die nur auf ihren eigenen Vorteil bedacht waren, aber die Wurzel des ganzen Übels wird völlig außer Acht gelassen. Ich bin noch immer der Meinung, dass das Finanzsystem an sich das eigentliche Problem ist. Keine einzige Geldanlage auf Zinsbasis kann je langfristig funktionieren, wie dieses interessante teils auch lustige Filmchen sehr gut darlegt, und welches ich euch auf keinen Fall vorenthalten möchte:

Wie funktioniert Geld eigentlich ?

Die Zakat

zakatZakat” (gespr.: Sakat) ist mit “islamische Sozialabgabe” zu übersetzen und ist eine der fünf Säulen im Islam. Sie ist eine prozentuale Abgabe, die abzüglich eines Freibetrages auf Erträge, Ersparnisse oder Rücklagen erhoben wird, die über die Dauer eines Jahres im Besitz des Abgabepflichtigen gewesen sind. Diese Abgabe variiert je nach Vermögensklasse. Im Fall von Bargeld wären es 2,5 % des Vermögens. Die Zakat ist kein Almosen, sondern das Recht des Bedürftigen an den Zahlungskräftigen. Sie ist ein Recht anderer Menschen auf das Vermögen der Vermögenden. Almosen nennt man “Sadaqa”.

Im Quran werden verschiedene Zielbereiche für die Zakat unterschieden, wie bspw. Arme, nämlich diejenigen, die weniger als den Freibetrag besitzen, Verwalter der Zakat, als Entschädigung für ihre Arbeit, zur Befreiung von Sklaven, Verschuldete, im Sinne Allahs, d.h. jede Form von Sozialarbeit, Reisende oder Flüchtlinge.

Die Wortwörtliche Übersetzung des Wortes “Zakat” ist “Reinigung”.

Das Geben der Zakat

Auch das Geben sollte gewissen Regeln folgen, welche im Quran stehen:

Ihr werdet das Gütigsein nicht erlangen, solange ihr nicht von dem spendet, was ihr liebt; und was immer ihr spendet, seht, Allah weiß es.” (3:93)

Um ein Beispiel zu nennen: Bei Spenden, bei denen Kleidung in Katastrophengebiete geschickt werden, sieht man oft, dass Leute das spenden, was sie selber nicht mehr tragen würden, d.h., die sie nicht lieben. Es ist klar, dass man nicht immer neue Kleidung spenden kann, aber das heißt nicht, dass man schäbige Kleidung spenden soll, die man am liebsten wegschmeißen würde.

Die Zakat ist eine Art des Spendens. Hinzu kommt noch die Sadaqa (=Almosen), welcher im Islam eine sehr große Bedeutung beigemessen wird. Der Prophet Muhammed (a.s.) hat das Geben von Almosen, welche zwar keine Pflichttat, sondern eine freiwillige Handlung ist,  abermals empfohlen und betont. Der heilige Quran sagt dazu:

“Wenn ihr Almosen offen zeigt, so ist es trefflich. Wenn ihr sie aber verbergt und den Armen gebt, so ist es besser für euch, und Er (Allah) wird etwas von euren bösen Taten tilgen. Allah ist dessen, was ihr tut, Kundig.” (2:271)

Grundsätzlich sollte man Mildtätigkeit im Stillen üben. Wird sie aber doch bekannt, so ist dagegen nichts einzuwenden. Man soll aber nicht spenden, um von anderen gesehen zu werden, denn dann wäre die Absicht unrein und das Spenden würde zu einer Augendienerei werden. Von A’ischa (r.a.) wird überliefert, dass Allahs Gesandter (a.s.) gesagt hat:

“Die von Allah am meisten geliebten Taten sind die regelmäßigen, selbst wenn sie nur gering sind.” (aus “Buchari” und “Muslim”)

D.h., dass z.B. das Spenden von 100 € gut ist, aber noch besser wäre es, wenn man regelmäßig jeden Monat spendet, auch wenn der Betrag nur klein ist.

Das Entscheidende

Nicht was, sondern, dass gegeben wird ist entscheidend. Almosen müssen auch nicht immer in Form von Geld sein. Der Prophet (a.s.) sagte:

“Einem jeden Muslim obliegt die Abgabe eines Almosens.

Es wurde gesagt: Und wie, wenn man nichts hat? Er sagte: Er soll mit seinen Händen arbeiten und etwas verdienen, von dem er für sich selbst Nutzen hat und ein Almosen gibt!

(Die Leute) fragten: Und wie, wenn man keine Arbeit findet? Er antwortete: Er soll dann einem Behinderten in seiner Not helfen!

Es wurde gesagt: Und wie wenn man es nicht tun kann? Er antwortete: Er soll dann das gebieten was Rechtens ist, oder zum Guten einladen.

Es wurde dann gefragt: Und wie, wenn man es nicht tut? Da sagte er: Er soll dann sich vom Übel fernhalten; denn dies ist von ihm ein Almosen.” (aus “Muslim”)

Ächtung von Geiz und mangelndem Engagement

Es gibt Menschen, die Besitz und weltlichen Reichtum horten, anstatt sie im Sinne Gottes einzusetzen und für soziale Zwecke zu nutzen, obwohl Gott der wahre Eigentümer ihres Reichtums ist.

Und diejenigen, die mit dem geizen, was Allah ihnen von Seiner Huld gewährt hat, sollen ja nicht meinen, das sei (so) besser für sie. Nein! Vielmehr ist es schlecht für sie. Mit dem, womit sie gegeizt haben, werden sie am Tag der Auferstehung umschlungen werden. Und Allah gehört das Erbe der Himmel und der Erde, und Allah ist dessen, was ihr tut, Kundig.” (3:180)

“[…] Diejenigen, die Gold und Silber horten und es nicht auf Allahs Weg ausgeben, denen verkünde schmerzhafte Strafe, am Tag, da im Feuer der Hölle darüber heiß gemacht wird und damit ihre Stirnen, ihre Seiten und ihre Rücken gebrandmarkt werden: Dies ist, was ihr für euch selbst gehortet habt. Nun kostet, was ihr zu horten pflegtet. (9:34-35)

Eigentum darf nicht gehortet, aus dem Verkehr gezogen oder sonst wie um seiner selbst Willen angesammelt werden, sondern soll frei für gute Zwecke Verwendung finden, sei es für andere oder für sich selbst. Besonders ist darauf zu achten, dass Eigentum nicht sinnlos verschwendet wird, sondern es soll so verwendet werden, dass es den Menschen Nutzen bringt. Mit allem was Allah einem gegeben hat, sei es Materielles oder eine Fähigkeit, soll man sich für seine Mitmenschen engagieren. Wenn ich z.B. ein guter Schüler bin, dann verlangt Allah von mir, dass ich meinen Mitschülern helfe.

Wir als Gottes Statthalter, sollen das uns anvertraute Gut verwalten. Wenn wir das uns anvertraute Gut nicht auf Allahs Weg einsetzen und nur horten, dann werden wir zur Rechenschaft gezogen. Denn der Einsatz für die Gemeinschaft hat höchste Priorität. In einem Hadith, wird vom Propheten Muhammed (a.s.) überliefert:

“Wer in der Nacht schläft, obwohl er weiß, dass einer in seiner Gemeinschaft hungrig ist, von dieser Gemeinschaft wird Allah seinen Schutz nehmen” (“Buchari” oder “Muslim”, bin mir in diesem Fall leider nicht sicher)

Man ist als Muslim verpflichtet seinen Mitmenschen zu helfen. Wenn jemand in einer Situation ist, in der er Geld braucht, und man macht sich dies zu Eigen, indem man es zum Geschäft macht, dann verstößt das gegen das Solidaritätsprinzip, dass man seinem Bruder helfen soll. Das Prinzip der Nichtschädigung darf niemals missachtet werden.

Es gibt auch sehr viele Muslime, die ein großes Vermögen horten und es nicht auf dem Wege Allahs einsetzen. Es muss wirklich nicht sein, dass man die teuersten Autos in seiner Garage parkt, aber jede Seele ist selbst verantwortlich für das was sie tut.

Der Einsatz für die Gemeinschaft geschieht auch im eigenen Interesse. Dies verdeutlichte der Prophet (a.s.), indem er (a.s.) das Leben in einer Gesellschaft mit dem Leben auf einem Boot verglich. Wenn einer “seinen” Teil des Bootes zerstört, hat das einen Einfluss auf die gesamte Gemeinschaft. Zudem wird der Einsatz für andere von Gott vielfach belohnt:

“Gewiss, denjenigen Männern, die Almosen geben und denjenigen Frauen, die Almosen geben und (damit) ein gutes Darlehen geben, wird es vervielfacht werden; und für sie wird es trefflichen Lohn geben.” (58:18)

“[…] Was immer ihr an Gutem ausgebt, (das) ist für euch selbst. Und ihr gebt nur im Trachten nach Allahs Angesicht aus. Und was immer ihr an Gutem ausgebt, wird euch in vollem Maß zukommen, und es wird euch kein Unrecht zugefügt.” (2:272)

“Man muss sich an eine Reihe ethischer Grundsätze halten. Z.B darf man keine Zinsen nehmen, weil das als Wucher gilt.”

Das Zinsverbot im Islam

Keine einzige Geldanlage auf Zinsbasis kann je langfristig funktionieren. Um keine für die Wirtschaft und Gesellschaft zerrüttende Wirkung herbeizuführen, vermied der Islam ein rückwirkendes Zinsverbot.

“Dahinschwinden lassen wird Allah den Zins und vermehren die Almosen.” (Quran 2:276)

“Das Zinswesen führt zu einer Konzentration des Geldes in den Händen einiger weniger, wodurch eine schreckliche Diskrepanz in den Einkünften der Menschen verschiedener Klassen entsteht, was wiederum den Klassenkampf heraufbeschwört und andere Übel, wie wir sie in der heutigen Gesellschaft beobachten können. Vom ethischen Gesichtspunkt aus wird der einzelne unmenschlich und zu einem rein “wirtschaftlichen Geschöpf” gemacht, bei dem alles vom Standpunkt des materiellen Gewinns aus abgewogen und eingeordnet wird. Der Prophet, Allahs Segen und Frieden auf ihm, soll nach Musnad Ahmed in diesem Zusammenhang gesagt haben: ‘Welche Vermehrung sich auch immer durch Zinsen ergeben sollte, am Ende führt sie doch zur Verarmung.’” (Siddiqi)

O die ihr glaubt, fürchtet Allah und lasst das sein, was an Zins(-geschäften) noch übrig ist, wenn ihr gläubig seid.

Wenn ihr es aber nicht tut, dann lasst euch Krieg von Allah und Seinem Gesandten ansagen. Doch wenn ihr bereut, dann steht euch euer (ausgeliehenes) Grundvermögen zu; (so) tut weder ihr Unrecht, noch wird euch Unrecht zugefügt.” (2:278-279)

Dem, der die Gesetze Allahs verleugnet, wird hier vor Augen geführt, was ihn als Strafe erwartet, nämlich ein in der Tat sehr ungleicher Kampf zwischen einem schwachen Geschöpf und dem allmächtigen Gott, wobei der Verlierer ganz leicht im voraus auszumachen ist.

Im Quran stoßen wir auf zahlreiche andere Verbote, aber bei keiner anderen derartigen Anweisung werden so starke Worte verwendet. Durch all dies sollte nicht nur das Zinsunwesen allein, sondern jede andere Art von unlauteren Geldgeschäften unterbunden werden, damit anstelle des Kapitalismus eine neue Ordnung trete, in der Geiz durch Mildtätigkeit, Selbstsucht durch Mitgefühl und Zusammenwirken, Zins durch Saka (Almosen) und das Bankwesen  durch das von der Öffentlichen Hand zu vergebende Geldmittel ersetzt wird.

“Wenn jemand in Schwierigkeiten ist, dann gewährt ihm Aufschub, bis (es ihm) leicht (fällt, zu zahlen). Doch solltet ihr (es ihm) als Mildtätigkeit (erlassen), so ist es besser für euch, wenn ihr (es nur) wüsstet.” (2:280)

Ein Mensch, der in nicht selbstverschuldete Schwierigkeiten geraten ist, darf nicht vom Kreditgeber verfolgt oder unter Druck gesetzt werden. Er (der Geldgeber) wird dazu ermahnt, sich mit seinen Geldforderungen zurückzuhalten, bis sich die Lage des Kreditnehmers gebessert hat. Und Allah appelliert an den Geldgeber, wenn irgend möglich, diese Zahlung dem Schuldner zu erlassen, da dies für beide von Nutzen ist. An anderen Stellen im Quran wird einem in Schwierigkeiten geratenen Geldverleiher das Recht eingeräumt, seine Schulden aus den Almosengeldern zurückzuzahlen. Zum Beispiel in Sure 9, Vers 60, wo es heißt:

“Die Almosengelder sind für die Armen, Notleidenden und Schuldner.”

Da der Mensch ein Statthalter auf Erden ist, muss er die irdischen Güter treuhänderisch verwalten. Im Islam ist der Mensch dazu verpflichtet seinen Wohlstand zum Wohle der Menschheit zu nutzen. Dieser Wohlstand darf auf keinen Fall als Instrument zur Ausnutzung oder Ausbeutung benutzt werden. Die Notsituation anderer Menschen soll nicht für die Erlangung eines Profits missbraucht werden. Denn wenn eine Hilfe an Bedingungen geknüpft wird (Zins), läuft dies der angestrebten Solidargesellschaft zuwider.

Ein “Zeitgeschäft”

Der Zins ist eigentlich ein Zeitgeschäft, weil er von Zeit abhängig gemacht wird. Das Zinsgeschäft funktioniert so: Die Zeitspanne, in der jemand braucht das Geld zurückzuzahlen, wird zu Geld gemacht. Anstelle eines Autos verkauft man eine Zeitspanne. Es geht also um die Herrschaft über die Zeit, aber „die Zeit” gehört nicht uns, sondern Allah, dem allmächtigen Schöpfer. Wir können uns nicht die Zeit zu Eigen machen, denn den Anspruch darauf hat nur der Schöpfer.

In diesem Sinne ist Zeit nicht Geld.

Wenn man Geld verdienen will, muss man selber arbeiten und notfalls auch schwitzen. Das Zinsgeschäft läuft nach dem Motto „Du arbeitest und ich verdiene”, welches islamisch gesehen nicht akzeptabel ist.

Man kann sein Geld anlegen oder sich irgendwo beteiligen, aber, wenn man Zinsen nimmt, dann ist das in den meisten Fällen ein sicheres Geschäft und ohne Riskiko, welches moralisch und islamisch gesehen aber fraglich ist.

Wer ist schuld an dieser Krise?

Man kann da mehrere Kandidaten nennen.

Zu allererst kann man die Banken nennen. Der Leitzinssatz in Amerika z.B., wo die Krise ihren Lauf genommen hat, ist variabel und ist kein fester Zinssatz. D.h., dass alle 3 oder 6 Monate wo sich der Zinssatz ändert, haben sich auch die Zinsen für den, der die Kredite zurückzahlen muss auch geändert. Wenn das über einen Zeitraum von mehreren Monaten oder Jahren passiert und man auf einmal einige Prozente mehr Zins bezahlen muss, dann kann es sein, dass man den Zins vielleicht nicht mehr zurückzahlen kann. Es haben nämlich auch viele einen Kredit bekommen, die keinen hätten bekommen sollen. Das Geld sei anscheinend so „billig“ gewesen zu sein. Banken haben also keine wirtschaftlich sinnvollen Grenzen für die Kreditvergabe gesetzt.

Hier in Deutschland wird wenigstens noch geguckt, ob jemand das Geld überhaupt zurückzahlen kann, bevor man ihm einen Kredit gibt.

Ein weiterer Kandidat wäre da der Konsument, der zur Bank geht und Kredit nimmt, obwohl er vielleicht in einem Jahr kein Geld mehr hat. Die Sache ist unsicher. Denn es steht schon von Anfang an fest, dass der Zinssatz variabel ist und niemand voraussagen kann, was in einem Jahr ist.

Es kann auch der Vertriebsmitarbeiter der Bank schuld sein, der jeden Kredit anbietet und verkauft, weil seine Provision von der Anzahl der Kredite abhängt, die er vergibt, obwohl er es gar nicht hätte tun dürfen.

Darüber hinaus gibt es noch Ratingagenturen. Wenn eine Bank Kredite nimmt und sie einer anderen Bank verkauft, dann nennt man dies „Rating“. Es gibt Firmen, die darauf spezialisiert sind sich Produkte anzuschauen, um zu sagen, ob dieses Produkt sicher ist oder nicht; also ob man sein Geld zurückbekommt oder nicht. Die geben ein Rating und sagen damit „das ist ein gutes Produkt“ oder „das ist ein schlechtes Produkt“.

Der Grund, warum einige Ratingagenturen zur Finanzkriese beigetragen haben, ist, dass sie einfach allen Produkten ein sehr gutes Rating gegeben haben, weil die Kunden sonst zur Konkurrenz gegangen wären.

Zudem kommt noch der massive Konsum in Amerika, aber auch in unserer Gesellschaft. Dass dies alles nicht gut gehen konnte war eigentlich vorauszusehen.

Meiner Meinung nach sollte man sich das Finanzsystem an sich anschauen.

Islamische Witschaftsphilosophie

Islamische Quellen liefern keine fertig ausformulierten Ordnungen für den Staat, die Gesellschaft oder Wirtschaft. Wichtige Elemente einer islamischen Wirtschaftsordnung werden allerdings deutliche herausgestellt:

• Eigentum als konstitutives Element

• Sozial und Umweltverpflichtung

• Prinzip der Nichtschädigung

• Zinsverbot

• Verpflichtung zur Zakat (Vermögenssteuer)

• Einschränkungen der juristischen Person

• Keine Spielelemente in Verträgen (bspw. viele aktuelle Derivate)

• Monopolverbot

• Hortungsverbot

• Freie Preisbildung am Markt

• Handels- und Produktionsverbote (z.B. Alkohol, Schweinefleisch und Pornos)

Anhand einiger Quranverse will ich die islamische Wirtschaftsphilosophie erläutern und beginne mit diesen:

“[...] sondern trachte mit dem, was Allah dir gegeben hat, nach der jenseitigen Wohnstätte, vergiss aber auch nicht deinen Anteil am Diesseits. Und tu Gutes, so wie Allah dir Gutes getan hat. Und trachte nicht nach Unheil auf der Erde, denn Allah liebt nicht die Unheilstifter.” (28:78)

“Für alle wird es Rangstufen geben je nach dem, was sie getan haben. Und dein Herr ist nicht unachtsam dessen, was sie tun.(6:132)

Eine interessante Sache des ersten Verses ist, dass da steht: “vergiss aber auch nicht deinen Anteil am Diesseits”. Das bedeutet, dass wir eine Balance finden sollen zwischen Konsum und Asketentum. Auf der einen Seite soll man nicht konsumieren wie ein Verrückter, vor allem wenn man es sich nicht leisten kann, und auf der anderen Seite soll man seinen Anteil am Diesseits nicht vergessen. Man soll den Mittelweg finden. Auch wenn man viel Geld hat, muss man nicht unbedingt, das teuerste Auto oder ein riesengroßes Haus besitzen.

Der Quran verbietet Verschwendung, d.h. unberechtigte Ausgaben, mit dem Vers:

“[..] Hüte dich jedoch vor Verschwendung.” (17:26)

In einer anderen Sure lesen wir:

“O mein lieber Sohn, gewiss, wäre es auch das Gewicht eines Senfkorns und befände es sich in einem Felsen oder in den Himmeln oder in der Erde, bringt es Allah bei. Gewiss, Allah ist Feinfühlig [kennt alle Feinheiten und Einzelheiten] und Allkundig.” (31:16)

Das bedeutet, dass Allah alles sieht. “Nichts entgeht Allahs Wissen und Seiner Aufmerksamkeit. Ein Samenkorn im Gestein bleibt dir vielleicht verborgen, aber Allah kennt es. Ein Partikel im Universum ist dir vielleicht sehr entfernt, aber für Allah ist es sehr nah. Du kannst daher weder Gutes noch Böses tun, ohne dass Allah es bemerkt und es dir mit dem Bericht über deine irdischen Taten vorlegt.” (Maududi)

Ein Vertriebsmitarbeiter z.B. würde daher alles unterlassen, was er mit seinem Gewissen nicht vereinbaren kann, weil er weiß, dass da Einer ist, der immer auf einen schaut.

“Wahrlich, Wir machten alles, was auf der Erde ist, zu einem Schmuck für sie [...]“ (18:7)

Unter “Schmuck” sind irdische Güter zu verstehen. D.h., dass wir als Menschen diesen “Schmuck” nutzen dürfen und sollen, aber dabei maßvoll sein müssen und bestimmte Grenzen und Regeln achten.

Allah gehört das, was in den Himmeln und was in der Erde ist. [...]” (2:284)

Alles, von dem Geld, das wir verdienen bis hin zu allen irdischen Gütern auf dieser Welt, gehört Allah und wir sind seine Treuhänder auf Erden und sollen Ihm dienen.

Deswegen gibt es auch das Zinsverbot im Islam.

“Das islamische Finanzsystem hat einen Ethikcode, den wir schon längst verloren haben” – Loretta Napoleoni

In diesem Kurzvideo sieht man, dass das islamische Finanzsystem das einzige ist, welches überleben kann.

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