You are currently browsing the category archive for the ‘Ramadan’ category.

Der gesegnete Monat Ramadan ist nun vorbei und wir haben heute schon den zweiten Tag von Bayram. Ja richtig gelesen, “Bayram”. Fälschlicherweise sagen viele Menschen “Zuckerfest” zu den drei Feiertagen am Ende des Ramadan. “Bayram” ist die türkische und “Id” die arabische Bezeichnung für das Fest.

Was hat es mit dem Zucker eigentlich auf sich? Vielleicht kam dieser Name dadurch zu Stande, dass man gesehen hat, dass die Muslime an diesen Tage viele Süßigkeiten konsumieren und an Kinder verteilen. Oder aber es wurde einfach der türkische Begriff “Şeker Bayramı” ins Deutsche übersetzt, dass sich nach ner Zeit bei den Türken selbst gebildet hat und “Şeker” bedeutet sowohl Zucker als auch Süßigkeit.200920096250

Die Süßigkeiten, von denen die Kinder so viele an diesen Tagen essen haben nicht unbedingt etwas mit dem Fest an sich zu tun. Es wird nicht der Zucker gefeiert. Vielmehr ist es ein weltweites Fastenbrechen aller Muslime. Die Süßigkeiten sollen den Kinder einfach nur eine Freude bereiten und den einen oder anderen Erwachsenen ebenso :)

Und hiermit wünsche ich euch und euren Familien ein gesegnetes Fest mit den Worten:

Id-ul-Fitr Mubarak!

Ramazan Bayramınız Mübarek olsun!

Happy Eid!

Ein Gesegnetes Ramadanfest!

Ramadan

Das Fasten ist die vierte religiöse Pflicht des Muslims, der er während eines ganzen Monats im Jahr, im Monat Ramadan, nachkommen muss. Vom Beginn der Morgendämmerung bis zum Sonneuntergang enthalten sich Muslime von jeglichem Nahrungs- und Getränkegenuss sowie von geschlechtlichen Beziehungen. Zum Fasten gehört auch, dass sich der Muslim ganz besonders davor hütet, schlechte Rede zu führen, zu lügen oder Böses zu tun.

Unser Prophet Muhammed (a.s.) hat gesagt:
“Wenn sich jemand nicht der Falschheit in Wort und Tat enthält, dann liegt Allah nichts daran, dass er sich des Essens und Trinkens enthält.” (Abu Huraira; Buchari)

Der Ramadan ist ein sehr spiritueller und gesegneter Monat, in dem man im Guten wetteifern soll. Das Fasten im Ramadan birgt viele Geheimnisse, die jeder für sich erfahren muss. Aber ich schreibe diesen Text ja um euch wenigstens einige Weisheiten zu erklären ;)

Allahs Gesandter (a.s.) sagte:
“Das Fasten ist (für den Menschen) ein Schutz; so soll er (während des Fastens) weder Schändlichkeit noch Torheit begehen; und wenn jemand ihn zum Zweikampf auffordert oder beschimpft, soll er ihm zweimal sagen: “Ich faste.” Ich schwöre bei Dem, in Dessen Hand mein Leben ist, dass der Geruch aus dem Mund eines Fastenden bei Allah besser ist als der Moschusduft.”

Allah sagte:
“Er (der Fastende) stellt Meinetwegen sein Essen und Trinken sowie seine Begierde ein. Das Fasten ist Mir gewidmet und ich belohne entsprechend; und jede gute Tat wird gleichermaßen zehnfach belohnt.”
(Buchari)

Das Fasten im Islam zeichnet sich ferner dadurch aus, dass es den Menschen nicht zur Abwendung von dieser Welt erzieht, sondern zum bereitwilligen Gehorsam Allah gegenüber. So entsteht eine Atmosphäre religiöser Frömmigkeit und der Hinwendung zu Allah und man verbringt viel mehr Zeit mit gottesdienstlichen Handlungen.
All das, worauf der Mensch während des Fastens verzichten soll, wie Essen, Trinken und Geschlechtsverkehr, das ist ihm nach Beendigung des Fastens erlaubt. Die menschlichen Triebe sollen also keineswegs völlig unterdrückt, sondern lediglich in gesunden Grenzen gehalten werden.

Es geht darum unser schlechtes Verhalten endlich zu ändern. Der Ramadan ist eine Schule der Selbstdisziplin. Man lernt zu verzichten und trainiert seine Willenstärke und der Nafs (das Ego/der innere Schweinehund) wird unter Kontrolle gehalten. Es ist leider so, dass Viele ihren Begierden zügellos nachlaufen. Unser Nafs reitet und lenkt uns wohin er will und wir folgen ihm überall hin. Anders ist es wenn wir fasten. In diesem Monat sollen wir unseren Nafs reiten um ihm sagen wohin es lang gehen soll. Ansonsten ist man ein Sklave seiner Triebe. Man geht ihnen nach, selbst wenn es einem in bestimmten Situationen unvernünftig erscheint.

Denn lassen wir bei der Einnahme von Speisen unseren Begierden freien Lauf, so schädigen wir nicht nur unserem Körper, auch unsere Seele leidet darunter, weil wir der Maßlosigkeit nicht mehr Herr werden können und das Erlaubte von dem Verbotenen nicht zu unterscheiden vermögen. Wenn wir so sind, dann fällt es uns mit der Zeit schwer, uns nach den feinen Empfindungen des Herzens zu richten und dem Geist zu folgen. Tritt der Körper in den Hintergrund kümmern wir uns mehr um unsere Seele. Wie sehr pflegen wir unseren Körper, aber vernachlässigen unsere Seele? Wenn nur der Körper versorgt wird, wird verhindert, dass die Seele sich entfaltet.

Es ist Zeit unserem Körper zu sagen: Mach mal eine Pause! Der größte Apparat in unserem Körper ist der Verdauungsapparat und dieser ist jeden Tag fast 24 Stunden im Einsatz. Wird diesem einmal wirklich eine Pause gegönnt bedeutet dies sogar Gutes für den Körper, z.B. verbessert Fasten die Cholesterinwerte.

Diese materielle und geistige „Diät“ ist ein wirksames heilmittel in der Gestaltung eines gesunden Lebens. Jedoch muss ganz klar betont werden, dass es für einen Muslim unwichtig ist, ob das Fasten auch gut für den Körper ist oder nicht, denn wir fasten nur mit der Absicht Allah unsere Hingabe zu zeigen.

Neben all diesen Vorteilen und gottesdienstlichen Handlungen kommt noch die Weisheit hinzu, dass ein Fastender sich eher vorstellen kann wie sich hungrige und hilfsbedürftige Menschen auf dieser Welt fühlen. Dies motiviert ihn dazu noch mehr Hilfe für diese Menschen zu leisten und viel mehr zu spenden als er es sonst getan hätte. Denn es ist offensichtlich, dass derjenige, der sich den Bauch voll stopft niemals nachvollziehen kann, was arme Menschen durchmachen. Mit vollem Bauch vor dem Fernseher zu sitzen und zu sagen “Ach die Armen, haben ja gar nichts zu Essen” wird einen Menschen wohl kaum dazu bewegen eine Einstellung zu entwickeln Bedürftigen zu helfen, weil er selbst nie solch ein Gefühl gehabt hat. Das Geschenk und die Gnade, das uns Allah gegeben hat, sollen wir als Geschenk und Gnade erkennen und dankbar sein. Undankbarkeit für die Gnadengaben, die wir unaufhörlich bekommen, trennt nicht nur die Verbindung zu Allah, unserem Schöpfer und Versorger, sondern auch zu unseren Mitmenschen.

Darüber hinaus stärkt der Ramadan die Sozialen Bindungen. Man verbringt viel mehr Zeit mit der Familie als sonst. Beim Fastenbrechen sitzen ausnahmsweise auch mal alle Familienmitglieder des Hauses an einem Tisch, was an anderen Tagen seltener vorkommt, weil jeder wegen seinem eigenen Tagesablaufs – sei es durch Schule oder Arbeit – bereits zu Mittag oder Abend gegessen hat. Zudem wird man auch von Bekannten und Freunden zum Essen eingeladen, von denen man lange nichts gehört hatte.
Besonders schön finde ich es aber in der Moschee, wenn nach dem gemeinsamen Abendgebet auch alle zusammensitzen und gemeinsam die erste Mahlzeit des Tages (bzw. des Abends) zu sich nimmt.

Leider gibt es in vielen Ländern Afrikas kein sauberes Trinkwasser. Menschen erkranken und erleiden einen schlimmen Tod durch diese Umstände. EZP beabsichtigt sehr zeitnah einen Brunnen in Kamerun bauen zu lassen. Am Freitag, den 04.09.09 wird in Köln Nippes eine Benefizveranstaltung stattfinden zugunsten dieses Projektes.

Dschabir (r.a.) berichtet auch, dass der Gesandte Allahs (a.s.) sagte:
“Wenn ein Muslim einen Baum pflanzt, dann ist das, was von dem Baum gegessen wird, eine Sadaq (Almosen) für ihn, und was auch immer davon gestohlen wird, ist auch eine Sadaqa für ihn, und auch was davon verloren geht.”
(aus “Muslim”)

Diese Spende ist eine ganz besondere Spende und eine große Chance für jeden von uns, weil Allah, gepriesen und erhaben ist Er, uns nach unserem Tode weiter dafür belohnen wird. Diejenigen die an der Veranstaltung nicht teilnehmen können, haben die Möglichkeit auf das im Video genannte Spendenkonto ihren Beitrag zu leisten.

“Ihr da seid es doch, die ihr aufgerufen werdet, auf Allahs Weg auszugeben. Jedoch gibt es unter euch welche, die geizen. Wer aber geizt, der geizt nur gegen sich selbst. Allah ist der Unbedürftige, ihr aber seid die Bedürftigen. Wenn ihr euch abkehrt, wird Er euch durch ein anderes Volk ersetzen, und sie werden dann nicht gleich euch sein.” (47:38)

“Sie fragen dich, was sie ausgeben sollen. Sag: Was immer ihr an Gutem ausgebt, soll den Eltern, den nächsten Verwandten, den Waisen, den Armen und dem Sohn des Weges zukommen. Und was immer ihr an Gutem tut, so weiß Allah darüber Bescheid.” (2:215)

“Und sie spenden keine Summe, sei sie groß oder klein, und sie durchziehen kein Tal, ohne daß es ihnen angeschrieben würde, auf daß Allah ihnen den besten Lohn gebe für das, was sie getan haben.” (9:121)

“Und wetteifert nach der Vergebung eures Herrn und nach einem Garten, dessen Breite der von Himmel und Erde entspricht, der für die Gottesfürchtigen vorbereitet ist, die da spenden in Freud und Leid und den Groll unterdrücken und den Menschen vergeben. Und Allah liebt die Rechtschaffenen. (3:134-135)

Ramadan_Kareem_2006_by_noorcolors

|

Es ist Ramadan, ein heiliger Monat,
Der Monat des Qur’an, ein Fastenmonat.

Mit Demut fasten all’ meine Sinne,
damit ich das Wohlgefallen meines Herrn gewinne.


Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.