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Hier die Erklärung:

Boulevard erklärt den Moslems den Schnitzelkrieg

Ein weiteres gutes Beispiel dafür, dass die “Bildzeitung” bzw. “Bild.de” wenig Wert auf Wahrheit und seriösen Journalismus legt, dafür aber besonders gut darin ist, zum Nachteil von jemandem die passende Schlagzeile zur passenden Zeit zu erfinden.

Bild: “LEHRERIN GEFEUERT Weil sie muslimischen Schülern versehentlich Schweineschnitzel gab”

Bild.de: “Deutsche Lehrerin von Moslems weggemobbt! Weil sie muslimischen Schülern versehentlich Schweineschnitzel gab”

Mit dieser irrsinnigen Lüge, schafft es die Bild-Zeitung mal wieder ihre treuergebenen Leser zu fesseln, als sei sie der neueste Thriller-Roman. Die Schulleitung teilte in einem Elternbrief mit: “Weder vor noch nach dem oben genannten Vorfall gab es in der Schule spürbare Konflikte oder Spannungen zwischen muslimischen und nicht muslimischen Personen (Eltern sowie Lehrer).”

Wenn “Bild” vorbigt eine Zeitung zu sein, dann sollte sie sich auch so verhalten. So könnte sie höchstens noch als Altpapier verwertet werden, denn Dank der glatten Oberfläsche des Papiers ist sie nicht mal mehr zum Saubermachen des Allerwertesten geeignet. Die Bäume sind sicher nicht gerne für dieses Blatt gestorben.

In Deutschland werden die Medien manipuliert. Für mich ist das nichts Neues, denn ich bekomme das oft mit.

Wer aber hätte gedacht, dass es so normal und sogar legal geworden ist die öffentliche Meinung durch offensichtlich falsche Tatsachen zu manipulieren, dass sich sogar schon Politiker daran beteiligen, geschweige denn Lobbyisten.

Können wir dem denn überhaupt noch vertrauen, was wir täglich zu Hören und zu Lesen bekommen? Versteht mich nicht falsch, ich bin keineswegs paranoid. Wenn ich etwas behaupte oder in Frage stelle, dann hat das soliden Hintergrund.

Die öffentliche Meinung in Deutschland wird oft bewusst durch falsche Informationen gespeist und somit manipuliert. Im Namen der Politik und der Wirtschaft. Und ich wette auch im Namen ganz anderer Instanzen. In dieser Berichterstattung haben wir schöne Beispiele dafür:

Ein weiteres Beispiel für die Methoden mancher Medien Menschen so darzustellen, wie sie es gerade brauchen:

© S. Hofschlaeger / pixelio.de

Vor kurzen habe ich auf der ARD-Mediathek ein Video gesehen, das wieder mal asoziale Ausländer stellvertretend für alle Muslime nimmt. Diesmal in einer Hauptschule. Dabei wird besonders die Abgrenzung zu den deutschen Mitschülern hervorgehoben. Es soll verdeutlicht werden, dass “die” Muslime ständig dazu neigten Parallelgesellschaften zu bilden, integrationsunwillig seien und auf “die Deutschen” spucken würden. Innerhalb der Klasse säßen die Schüler ja noch alle zusammen, aber “auf dem Schulhof sind die Cliquen unter sich”.

Cliquen unter sich

Wenn ich mich an meine 10. Klasse zurück erinnere, dann sehe ich nur Cliquen. Innerhalb der Klasse und in der Klasse. Dass sich Menschen nur mit den Menschen abgeben, die die selben Interessen teilen, ist doch wohl verständlich. Es kann sein, dass es auch dann keine Gemeinsamkeiten gibt, wenn es sich nur um Atheisten, Christen oder Juden handelt.

Ob das nun positiv oder negativ ist, ist eine ganz andere Frage. Aber denkt doch nicht, dass sich Cliquen nur deswegen bilden, weil es Muslime sind. In meiner Klasse gab es nur 2 Muslime. Der Rest bestand aus Atheisten und vielleicht (wer weiß) auch einige Christen. Und sie hatten absolut nichts gemeinsam und waren auch in der Klasse deutlich getrennt. Man hätte eine Karte mit “Kontinenten” zeichnen können. Sie waren auch räumlich deutlich voneinander getrennt und das nicht nur in den fünf Minuten Pausen. Das ist mir besonders aufgefallen, als ich in diese Klasse kam.

Auf der einen Seite gibt es die “Metaller” auf der anderen Seite die “Hip-Hoper”, dann gibt es Emos oder Mangafreunde oder die “nur-Interlektuellen-Runde”, oder die Nerds oder die Außenseiter, oder die Girlsgroup, oder die russischen-Einwanderer-Kollegen oder ganz einfach die: “nur-Freunde-unter-sich”. Genauso in den Pausen. Berührungspunkte sind mir selten aufgefallen. Jeder war mit sich selbst beschäftigt, aber ein Problem hat deswegen niemand gesehen.

Auffälligkeiten der Dokumentation

Es ist mir nicht entgangen, dass diese Doku ziemlich tendenziös ist. Zuerst wird von Ausländern und ausländischen Mitschülern gesprochen. Doch wenn es darum geht zu erwähnen, dass ein Deutscher Schüler mehrmals verprügelt wurde, hören wir plötzlich “von seinen muslimischen Mitschülern”. Warum ausgerechnet an dieser Stelle, da können auch halbintelligente Menschen von allein drauf kommen. Diese Vorgehensweise habe ich nun mehr als nur einmal bemerkt.

Ich habe das dumpfe Gefühl, dass ARD versucht eine Brücke zu Pfeifers Studie zu schlagen. Nur als Bestätigung versteht sich. Aber wie ich bereits in meinem Artikel eindeutig gezeigt habe, ist es völlig absurd und abwegig zu behaupten, dass die Gewaltbereitschaft dadurch zustande käme, je religiöser ein Jugendlicher sei bzw. je religiöser sie sich sähen.

Umso lächerlicher finde ich Aussagen wie: “Der muslimische Glaube hat die Schule erobert”. Genau, und danach erobert er das ganze Land. Die muslimische Weltverschwörung ist auf dem Weg.
Oder “Der traditionelle Islam prägt nun das Bild der Schule”. Um meine Gedanken mal zu verbalisieren bzw. in Schriftform zu übermitteln…das erste was ich dachte war: “Hä?”

Also wenn es so wäre, wieso gibt es dann Prügeleien und Ethnische Minderheiten, die aus Stolz auf ihre Rasse arrogant auf Andere herabschauen? Der Begriff Islam passt hier nun wirklich nicht hinein. Und was überhaupt versteht man hier unter “traditioneller Islam”? Jede Dokumentation scheint eine andere Meinung dazu haben…

Viele Migranten sind aber dennoch so drauf, leider! Auch wenn vieles überzogen dargestellt wird, sind leider viele Migrantenkinder auf der schiefen Bahn. Das gibt es tatsächlich. Das können meine Erfahrungen auch bestätigen. Aber was sucht das Wort “Islam” in diesem Satz?

So einige (!) Meinungen der Schüler und Schülerinnen in dieser Dokumentation zeugen von eindeutiger Unwissenheit oder Halbwissen, was bekanntlich gefährlicher ist als Unwissenheit. Zwischendurch musste ich auch schmunzeln und lachen über das was sie in der Doku sagen, aber in Wirklichkeit ist das traurig. Leute, die Kultur nicht von Religion trennen sind oft so…

Interessant zu beobachten ist auch, dass fortwährend völlig ausgeschlossen wird, dass ein Muslim kein Ausländer sein muss. Dies wird auch noch einmal durch diesen wunderbaren Satz deutlich: “Freundschaften zwischen deutschen und muslimischen Mädchen sind die Ausnahme.”

Eine Schwester, die sich diese Dokumentation auch angeschaut hatte sagte dazu:
“Nach dieser Doku sind wir Muslime: dumm, schlagen Mitschüler, gehen nur auf Hauptschulen, und unsere Eltern schlagen uns. Wir würden das von zu Hause kennen. Unser Einziges Ziel sei es zu heiraten mit der Person, die wir auf einem Hochzeitvideo gesehen haben. Aber noch wichtiger sei unsere “Ehre”, welches wir noch nicht einmal definieren können…Ich frag mich warum diese Doku nicht einmal in einer Klasse auf einem Gymnasium gemacht wird, wo es nur eine/n Muslim/a gibt, die noch zu gleich ein/e Einser Kanidat/in ist. Und sich zwischen so vielen Deutschen und Nichtmuslimen tapfer durchkämpft.
Für die Deutschen bleiben wir weiterhin: ungebildet, unaufgeklärt, aggressiv und wir erobern den SCHULHOF und bald ganz ESSEN :):):):)”

Man sucht sich immer die asozialsten Orte aus und schafft somit Bilder. Nun verstehe ich auch endlich woher eine Lehrerin auf meiner ehemaligen Schule immer die schrägsten Bilder von uns hatte. Fernsehen :)

Tja, alles in allem würde ich sagen, dass Deutschland wirklich ein Problem mit seinen Hauptschulen hat. Etwas ansatzweise Ähnliches kannte ich auf dem Gymnasium nämlich nicht. In der Oberstufe waren wir relativ viele Muslime und wir hatten keine “Muslim Gang” oder von mir aus “Ausländer Gang” gebildet und Andere ausgeschlossen. Ich würde mal auf ähnliche Interessen, Freundschaft, keine (oder kaum) Lebensverhältnisse in sozialen Brennpunkten und Kompatibilität der Charaktere tippen.

Es schien mir als würde ich durch den Monitor in ein Paralleluniversum blicken, als ich diese Doku schaute.

Mein eigentliches Ziel

Ich wollte eigentlich nur einen Tipp geben: Leute, holt eure Informationen über den Islam nicht aus Dokus über Hauptschulen und Jugendkriminalität. Ich hole meine Informationen über’s Christentum auch nicht aus Beiträgen über kindermissbrauchende Pfarrer. Man würde empört gucken, wenn jemand das Christentum für die zahllosen Missbrauchsfälle in katholischen Schulen und Internaten verantwortlich machen würde.

Einer Studie zufolge nehme die Gewaltbereitschaft von muslimischen Jugendlichen zu, je gläubiger sie werden. Junge männliche Muslime, die sich als “religiös” oder “sehr religiös” bezeichnen, begehen häufiger Gewalttaten als weniger Gläubige. Die Medien schlachten dieses Thema nun genüsslich aus. Viele Islamophoben freuen sich über diese Verallgemeinerung und Verdrehung mancher tendenziöser Berichterstattungen und hätten von dieser “Tatsache” ja schon lange gewusst. Ich habe mir gedacht auch mal eine Stellungnahme dazu abzugeben.

Was will uns diese Studie, oder viel besser gesagt: was will uns dieser STERN-Artikel weis machen mit seinem Titel “Muslimische Jugend neigt eher zu Gewalt”?

Doch nur das hier:
Muslime sind gefährlich. Je religiöser sie sind, desto bedrohlicher. Man muss sie aufhalten und ihnen alle Rechte nehmen, die sie nutzen könnten, um ihre Kinder weiterhin islamisch zu erziehen. Sie müssen sich vom Islam entfernen. Alles nur nicht der Islam. Der Islam muss abgeschafft werden.

Mein Anliegen hier wird sein, zu beweisen, dass die Aussage, diese Jugendlichen seien aufgrund ihrer hohen Religiosität gewalttätig, d.h. dass ihre Gewaltbereitschaft und ihr Hang zur Kriminalität am Islam liegt, falsch ist.

Was mich an dieser Studie stutzig macht, ist die Behauptung, dass die Gewalttäter „streng/sehr religiös“ seien. Denn was heißt sehr religiös im islamischen Kontext? Fünfmal am Tag beten, am Freitag in die Moschee gehen und im Ramadan zu fasten? Als praktizierender Muslim würde ich dies allein noch als „leicht religiös“ bezeichnen. Streng religiös im islamischen Kontext bedeutet intensiv auf die Gebote und Verbote wert zu legen und sich weiterzubilden. Nach einer Studie sind in Deutschland nur 5-10% diesen zuzuordnen.

Ich werde euch mal anhand der Logik erklären, warum da kein Zusammenhang zwischen Islam und Kriminalität bestehen kann. Denn ich bin mir 100% sicher: Je fester man in der Religion (dem Islam) verankert ist, desto gewaltloser und macholoser ist man.

Dazu verwende ich auch gern einen Syllogismus (logische Schlussfolgerung):

-> Islam verbietet Diebstahl. (Sehr) Religiöse Menschen stehlen nicht.

-> Muslim A hat etwas geklaut.

Also gilt: Muslim A ist nicht sehr religiös. Er beging eine Sünde. Und Sünden begehen (d.h. die Gebote und Verbote nicht zu beachten) ist ja wohl kaum im Sinne der Religion.

Genau wie man dies von einem Christen als Widerspruch empfinden würde, ist es ein Widerspruch für einen praktizierenden (sehr religiösen) Muslim. Diebstahl und gewalttätiges Verhalten haben überhaupt keinen Platz im Islam und sind dort genauso verpönt wie in anderen Weltanschauungen.

Der Islam ruft dazu auf gut mit seinem Nachbarn und Mitmenschen umzugehen und freundlich zu den Menschen zu sprechen.

“Und dient Allah und stellt Ihm nichts an die Seite, und erweist den Eltern Wohltaten und ebenso den Verwandten, Waisen und Armen, den nahe ­stehenden Nachbarn und den fernen Nachbarn, dem Gefährten an (eurer) Seite und dem Reisenden und denen, die euch gehören. Wahrlich, Allah liebt nicht die, die überheblich (und) stolz sind.” (Quran 4:36)

Mit “Nachbarn” sind alle gemeint, die wir kennen und die wir nicht kennen, egal ob sie nah oder entfernt von uns wohnen oder in einem völlig anderen Gebiet leben.

Das Wesen des Islam ist, Allah zu dienen und den Mitgeschöpfen Gutes zu tun. Dies ist umfassender als “Liebe Allah und deinen Nächsten”, denn es beinhaltet auch Pflichten gegenüber Tieren, die unsere Mitgeschöpfe sind, und die Betonung liegt auf tätigem Dienst, nicht so sehr auf Gefühlen.

Unser Prophet Muhammed, Allahs Frieden und Segen auf ihm, hat oft die moralische Verpflichtung eines Gläubigen gegenüber seinen Nachbarn betont, ungeachtet dessen Religionszugehörigkeit. Seine Haltung hat er in folgenden Worten zusammengefasst: “Wer an Allah und den Jüngsten Tag den Iman verinnerlicht hat, soll seinem Nachbarn Gutes tun.”

Und unser Prophet (a.s.) sagte auch:

“Der Beste unter euch ist derjenige, der seine Frau am besten behandelt, und ich bin ein Vorbild in der Behandlung meiner Familie.” (Tirmidhi)

Also was soll hier demnach “sehr religiös” bedeuten?!

Wer hat hier die relativen Begriffe wie Religiosität und Gewaltbereitschaft definiert? Für den einen ist man schon religiös wenn man kein Schweinefleisch isst, aber ansonsten nicht praktiziert. Für den anderen ist Gewaltbereitschaft schon, wenn man im Karateverein angemeldet ist.

Ich spreche aus Erfahrungen in Bekanntenkreisen, wenn ich sage, dass dies meistens bedeutet: “Mir bedeutet meine Religion viel!” Aber praktizierend sind sie meistens nicht.

Verrichten das Gebet nicht (was der wichtigste Faktor ist, um sich überhaupt “praktizierend” nennen zu dürfen) oder nur sehr unregelmäßig, fasten kaum bis gar nicht, haben Sex vor der Ehe, konsumieren Alkohol ohne schlechtes Gewissen oder sind in Schlägereien verwickelt (obwohl jemandem ins Gesicht zu schlagen islamisch absolut verboten ist), machen lauter solcher negative Sachen, die im Widerspruch zum islamischen Glauben stehen. In Ermangelung einer festen Identität machen sie sich dann zu überzeugten (sehr religiösen) Muslimen: “Ich tu alles, um den Islam zu verteidigen. Sagst du etwas Schlechtes kriegst du aufs Maul!”

Allein aus einer logischen und objektiven Perspektive betrachtet: Wie kann so einer noch als “sehr religiös” bezeichnet werden?

Keine Kenntnis der Religion dürfte wohl bei solchen Aussagen und Taten eher der Grund für ihre subjektiv gefühlte Religiosität sein.

Da fällt mir auch ein sehr passendes Zitat ein:

„Ist es nicht sonderbar, dass die Menschen so gerne für die Religion fechten, und so ungern nach ihren Vorschriften leben?“
(Georg Christoph Lichtenberg)

Ich kritisiere nicht diese Studie an sich und behaupte keinesfalls, dass die Zahlen gezinkt wurden oder sie mit einer bestimmten Absicht heraus gemacht wurde oder ähnliches. Wie viele andere wundere ich mich aber, wie die Leute, die diese Studie gemacht haben, so nachlässig sein konnten, die Selbstaussagen der “streng/sehr gläubigen muslimischen 14-16 Jährigen” nicht auf ihren Realitätsgehalt zu überprüfen.

Sie hätten zum Beispiel fragen können: Wie äußert sich deine strenge Gläubigkeit in der Praxis?

Das ist eine große Lücke in dieser Studie, weswegen die zwei-Seiten-Zusammenfassung des 324 Seiten langen Berichts ein gefundenes Fressen für islamophobe Leute wie Necla Kelek darstellt, die diese Welt wieder mal mit ihren Vermutungen beglücken dürfen.

Christian Pfeiffer bietet mehr als nur das, was “der Spiegel” von ihm zitiert. Etwas höchst Interessantes könnt ihr bei dem hier lesen, der sich die gesamte Studie angeschaut hat.

Ich lass auch gerne andere zu Wort kommen:

“Auch bei anderen kriminellen Gangs ist festzustellen, dass sie sich für religiös halten, obwohl sie Taten begehen, die im krassen Gegensatz zu ihrer Religion stehen (die katholische Mafia, oder die Latino- und AfricanAmerican-Gangs in den USA, die große Kreuze tragen und regelmäßig zum Beten in die Kirche gehen. Teilweise beten sie sogar vor ihren Taten und bitten um Gottes Beistand).  Bei diesen Beispielen würde man auch nicht einen Zusammenhang zwischen Religiosität und Gewaltbereitschaft herstellen.” (Zitat)

“Zum Schluß noch ein kleines Gedankenspiel: Wenn man in Deutschland eine Umfrage macht und die Leute fragt “Zu welcher Schicht zählen Sie sich?” wird wahrscheinlich die überragende Mehrheit sagen “Mittelschicht”. Denn wer zählt sich schon zur Unterschicht oder gar zur Oberschicht? Es ist eigenes Ermessen und eine richtige Definition dafür gibt es nicht, zumindest denke ich, kennen die Leute diese nicht. Nun könnten wir ja mal schauen wie gewalttätig die deutsche Mittelschicht ist. Was für Ergebnisse erhält man damit wohl? Und wie aussagekräftig sind diese?” (Zitat)

Der Stern sagt auch: “Die Studie zeige auf, dass die große Mehrheit von Imamen oft ohne Sprach- und Kulturkenntnisse aus dem Ausland nach Deutschland kämen und reaktionäre Männlichkeitsvorstellungen vermittelten.”

Ich sag es immer wieder: KULTUR nicht mit Religion verwechseln!

Das sind zwei völlig unterschiedliche und unabhängige Dinge. Deswegen bin ich auch ein Anti-Traditions-Muslim. Für weniger Tradition und mehr Islam.

Übrigens findet man diese Machokultur auch in christlich-südeuropäischen Ländern sowie in Lateinamerika. Dies kann man ebenfalls nicht einfach auf das Christentum zurückführen.

Und es sieht eher danach aus, dass dieses Macho-Verhalten eher von bestimmten “Stars” aus MTV oder VIVA kopiert wird, die leider als Vorbilder dienen.

Eine muslimische Frau ist geprügelt worden.

Nein, es handelte sich hierbei nicht um einen Muslim, der seine Ehefrau geschlagen hat, weil sie sein Hemd nicht richtig gebügelt hat. Vielleicht war das ja wieder der erster Gedanke beim Lesen. Denn ich habe die Erfahrung gemacht, dass es Menschen gibt, die von der selektiven und tendenzisösen Berichterstattungen der Medien so beeinflusst sind, dass dies  (oder ähnlich) ihre allerserste Assoziation ist.
Nein, es handelte sich vielmehr um vier nichtmuslimische Männer, die sie verprügelt und sie am Boden zusammengetreten haben, weil sie ein Kopftuch trug.

Widerlich und abartig nenn ich das. Wie krank (!) muss man(n) sein zu viert eine Frau, die schon am Boden liegt, zu treten? Und das wegen ihrem Kopftuch!

Wo sind die bekannten Frauenrechtlerinnen? Wo waren sie im Falle vom Marwa El-Sherbini?? Wo sind Necla Kelek und Alice Schwarzer, die vorgeben im Namen der Frauen zu sprechen und sich die “Rettung der muslimischen Frauen” auf die Fahne geschrieben haben??? Worte der Anteilnahme, der Solidarität und des Mirgefühls kommen von ihnen nicht, wenn die Täter keine Verwandten der Opfer sind, sonst könnten sie nicht wieder vom berühmten Ehrenmord sprechen.

Sind das etwa nur Heuchler?

Beim Fall Marwa Sherbini haben die Medien erst zögerlich angefangen über ihren Fall zu berichten und das erst nachdem die ausländische Presse Druck gemacht hat.

Es kommt wirklich nicht selten vor, dass muslimische Frauen wegen ihrer Kleidung angefeindet oder diskriminiert werden. Sie berichteten oft von verächtlichen Blicken, ständigen Pöbeleien oder wie oben erwähnt kommt es auch schlimmer.

Wann will Frau Merkel die Islamophobie in Deutschland endlich ernst nehmen und endlich aussprechen, dass wir ein ständig wachsendes Problem haben?

Schon eine Woche nach dem Mord an Marwa gab es fast einen zweiten Mord in der bonner U-Bahn, als eine schwangere deutsche Muslima von einem Mann aufgefordert wurde den Platz zu verlassen, weil dies nur “Plätze für Arier seien”. Als sie ironisch erwiederte auch Arier zu sein wurde er handgreiflich. Berichten von Bekannten zufolge zückte er sogar ein Messer. Ein Marokkaner ist dazwischen gegangen und konnte, Gott sei Dank, noch Schlimmeres verhindern.

Es ist passiert, doch erfuhren wir von den herkömmlichen Medien wieder nichts davon.
Auch im August ereignete sich eine Tragödie in Holland. Die 32 jährige Geschäftsfrau und Mutter von 2 Kindern Arzu Erbas Cakmakci wurde auf dem Weg zu ihrem Auto auf offener Straße mit 12 Messerstichen ermordet.

Ansichten, dass Muslime es nicht wert seien zu leben oder zumindest, dass man sie hassen sollte, kommen nicht nur aus Neonazikreisen, sondern auch schon mitten aus der Gesellschaft. Die bedeutende Frage, die sich stellt ist also wo dieser Hass herkommt bzw. wie er geschürt wird.

Dass Muslimas, die das Kopftuch aus Überzeugung und aus religiösen Gründen tragen und nicht wie oft unterstellt dazu gezwungen werden, verwehrt wird beruflich aufzusteigen zeugt für mich schon von einer islamfeindlich gesinnten Einstellung. Denn an dem Kopftuch an sich ist ja nichts Schlimmes dran. Wieso hat man also ein Problem damit? Hat man etwa ein Problem mit dem Grundgesetz, das eine Benachteiligung wegen des Glaubens bzw. der religiösen Anschauungen verbietet?

Frau Kelek sollte darüber schreiben, dass es sehr wohl einen Zusammenhang gibt zwischen der mutwillig erzeugten Hysterie der Kopftuchverbotsdebatten und der Frauen- und Islamverachtung sowohl der Täter von  Göttingen und Bonn, als auch die “Kopftuchmörder” von Dresden und Amsterdam. Selbstverständlich ist dies nicht der einzige Faktor, denn dazu gehören wie bereits erklärt vor allem tendenziöse Medienberichterstattung und bestimmte Blogs wie PI oder Grüne Pest, aber auf keinen Fall sollte Frau Kelek diesmal schweigen, sonst macht sie sich selbst unglaubwürdig.

“Warum ist der Tod einer Kopftuchträgerin, die nicht Opfer eines Ehrenmords wurde, eine Woche lang nur eine kurze Meldung in den Nachrichtenagenturen und auch für die politischen Institutionen kein Grund, auch nur zu zucken?”

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Ich habe lange nichts von mir hören lassen, weil ich ’ne kleine Pause machen wollte, aber vor ungefähr drei Tagen hat sich etwas ereignet, was mich unglaublich traurig gestimmt hat. Es hat meinem Herzen so sehr wehgetan, dass ich mich unbedingt dazu äußern muss.

Das dubiose Verhalten der Medien

dubios

© Anja Barth / pixelio.de

Die Medien haben in diesem Jahrzehnt mehr oder weniger alle Muslime in irgendeiner Form als Täter, Terroristen oder zumindest Sympathisanten von Terroristen dargestellt und es wurde auch viel zu oft ein roter Faden zum ach so gefährlichen Kopftuch gezogen. Es kommt nicht selten vor, dass muslimische Frauen wegen ihrer Kleidung angefeindet oder diskriminiert werden.

Welchen Einfluss die Medien (u.a. eine Homepage namens “Politically Incorrect”) mit ihrer Islamhetze haben, hat sich am Mittwoch gezeigt, als eine muslimische Zeugin in Dresden von dem Angeklagten im Gerichtssaal niedergestochen wurde. Mit den Worten „Du hast kein Recht zu leben“ ging er auf sie los.

Der Messerstecher metzelte sein Opfer regelrecht nieder, berichtet Welt-online.
RTL schreibt auf ihrer Internetseite:

„Mitten im Gerichtssaal hatte der 28 Jahre alte Angeklagte – ein deutscher Staatsbürger russischer Herkunft – die als Zeugin geladene Frau angegriffen und mit 18 Messerstichen regelrecht niedergemetzelt.“

Mit 18 Messerstichen! Man fragt sich was die Leute drum herum und vor allem die Polizei solange getrieben haben. Hat man zurückgelehnt zugeschaut bis das Messer 17 Mal in den Körper dieser Frau gerammt wurde?! Versucht mal bitte mit einer ähnlichen Handbewegung bis 18 zu zählen und schaut wie viel Zeit das in Anspruch nimmt…

Der Täter hatte allen Ernstes über eine halbe Minute Zeit um sich „auszutoben“! Die Polizei war auch erst dann einsatzbereit, als der Ehemann der Frau sich schützend über sie warf. Fälschlicherweise schoss der Polizist nicht dem Täter, sondern dem Ehemann der 31-jährigen Frau ins Bein. Zudem wurde er auch durch Messerattacken (u.a. am Hals) lebensgefährlich verletzt.Marwa war schwanger und hinterlässt Kind und Ehemann

Die im dritten Monat schwangere Apothekerin Marwa El-Sherbini ist an den Verletztungen n och innerhalb des Gerichtssaals in einer Blutlache vor den Augen ihres Mannes und ihres Kindes gestorben.
Unsere Schwester Marwa ist tot. Ihr Mann Ali liegt im Koma. Und der dreijährige Sohn ist nun praktisch eine Waise…

Schwester Marwa lebte seit dem Jahr 2005 mit ihrem Mann in Dresden und arbeitete dort in einer Apotheke. Er ist Stipendiat am Max-Planck-Institut und in drei Monaten wollten sie zusammen zurück nach Ägypten.

Ich finde es sehr seltsam, dass in den meisten Nachrichten, verschwiegen wurde, dass es sich hierbei um eine Kopftuchtragende Muslima handelte. Die genauen Details der Ereignisse werden diesmal von den Medien nicht breitgetreten, wie es aber sonst immer der Fall ist, wenn ein nicht praktizierender Muslim irgendein Verbrechen begeht. Die Religion wird konsequent erwähnt, wenn es der Täter ist . Aber warum nicht wenn es das Opfer ist und der Hintergrund dieses Mordes auch noch Islamfeindlichkeit war? Der Täter hat doch ihre Religionszugehörigkeit angegriffen.

Nur die wenigsten Zeitungen berichteten, dass die ermordete Mutter von diesem Mann u.a. mit „Terroristin“, „Islamistin“ und „Schlampe“ beleidigt wurde, als sie ihn lediglich gebeten hatte, eine von ihm besetzte Schaukel für ihr kleines Kind freizugeben. Im Gerichtssaal hatte er sie erneut massiv beleidigt.

Wie kommt es, dass plötzlich von „Ausländern“ und „unbekannten Motiven“ die Rede ist? Andere sprechen von „Mord aus Rassismus“. Seit wann ist „Islam“ eine Rasse? Wäre der Hintergrund Rassismus gewesen, wäre sie von Alex W. wohl kaum als „Terroristin“ oder “Moslem-schlampe” bezeichnet worden. Medienberichte rätseln immer noch über das so offensichtliche Motiv und betiteln ihre Artikel teilweise immer noch irreführend mit “Mord wegen Streit um Schaukel”.

Es wird überhaupt nicht darauf eingegangen, dass das erste Verbrechen auf dem Spielplatz einzig und allein wegen dem Kopftuch erfolgte und das zweite offensichtlich auch. Nirgendwo wird herausgestellt, dass sie Opfer geworden ist, weil sie Muslima war und ein Kopftuch trug.

Kaum auszudenken, welch eine Welle von Islamhass die Medien über das Land gepült hätten, wären die „Nationalitäten“ andersherum gewesen.

Wie konnte es überhaupt zu diesem blutrünstigen Szenario kommen? Wie kann man denn überhaupt mit einem „größeren“ Messer in einen Gerichtssaal?! Durch mein Praktikum bei einem Anwalt weiß ich, dass man zuerst durch Metalldetektoren gehen muss. Gibt es die in Dresden etwa nicht??

Marwa war kein Opfer eines rassistisch motivierten Mordes, sondern eines anti-islamisch motivierten Mordes.


Mitgefühl gibt es für einige Menschen nicht mehr

Als ob dieses Ereignis nicht grausam genug wäre, gibt es tatsächlich Menschen, die sich auch noch lustig über die ermordete Mutter machen oder so sehr von der Tatsache wegschauen, dass eine muslimische Frau kaltblütig ermordet wurde und sich Gründe suchen, um die Muslime pauschal als die Täter darzustellen, indem man u.a. der 31-Jährigen unterstellt sie könnte vielleicht auf „unhöfliche Art um den Platz auf der Schaukel gebeten“ haben…

Es ist einfach nicht zu fassen wie viel Verständnis diese Menschen für den Täter und keinen Funken Mitgefühl für eine  kopftuchtragene Muslima haben.

Die Leserkommentare auf Welt-online gingen sogar soweit, dass die Kommentarfunktion abgeschaltet werden musste:

„Aufgrund von massiven Verstößen gegen die Netiquette wurde die Kommentarfunktion für diesen Artikel abgeschaltet. Welt Online Moderatoren“

Eine wichtige Frage ist jetzt: Was werden die Konsequenzen sein?

Wird man endlich juristisch gegen geistige Brandstiftung (wie es einige Medienberichte nun mal sind) vorgehen? Oder wird man nur über die Sicherheit in Gerichtssälen diskutieren?

Ich hoffe inständig, dass Deutschland vor einer Medienhetze, die fremden Interessen dient, bewahrt bleibt und ich hoffe, dass sie dem friedlichen Zusammenleben in diesem Land keinen Riegel vorschiebt. So etwas darf nie wieder vorkommen. Man muss endlich aufwachen und sehen was die Anti-Islam-Hetze angerichtet hat.

Man sagt ständig, dass Muslime sich nicht immer in der Opferrolle sehen sollen, welchem ich auch zustimme, aber ich denke, dass jeder begriffen hat, dass diese Angelegenheit hier etwas ernster ist.

Ein Bittgebet für unsere Schwester

Inna lillahi wa ilayhi raadschi’ uun – Zu Allah gehören wir und zu Ihm kehren wir zurück.

Möge Allah Schwester Marwa gnädig sein und sie in die höchste Stufe des Paradieses eintreten lassen und ihren Mann Gesundheit schenken und ihren Sohn und anderen Hinterbliebenen schützen und ihnen Trost und Geduld geben. Amiin

Schwester Marwa

Schwester Marwa

schwein_1111Das kommt einem doch bekannt vor… da war doch schon mal was… BSE? Vogelgrippe? Schweinegrippe 1918? Und nun eine Fusion aus verschiedenen Grippevirentypen? Es scheint als würden in regelmäßigen Abständen ständig neue Pandemien entstehen. Ist das nun der lang erwartete Ausbruch eines neuen Supervirus??

Schweinegrippe 2.0

Ich möchte auf zwei wesentliche Punkte eingehen. Erstens: Wie wird mit diesem neuen Virus umgegangen, sowohl in den Medien, als auch in der Öffentlichkeit. Und Zweitens: Der Ursprung des Problems: Unser Umgang mit den Tieren (im 2. Teil).

Ich wundere mich oft, wie Leute anfangen können vor jedem und allem zu zittern. Ich sah bereits Menschen mit Atemschutzmasken durch die Straßen laufen und dachte mir nur im Stillen: „Was ist denn hier los?“. Ich sehe, dass es gar kein Vertrauen zu Gott gibt. Als Muslim weiß man auch, dass man sein „Reittier zuerst anbinden und dann auf Gott vertrauen“ soll, d.h. Sicherheitsvorkehrungen sind empfohlen; aber nur noch mit Mundschutz vor die Tür zu treten oder wirkliche Angst vor einem Virus auf Übersee zu haben ist aus meiner Sicht einfach zu überzogen. Jemand der den Glauben an Allah im Herzen hat und auf Ihn vertraut, der bleibt davor bewart vor jedem Ereignis zu zittern. Es kann ja auch sein, dass man trotz hoher Sicherheitsvorkehrungen infiziert wird. Auch möglich. Spätestens dann erkennt man: von Gott kommen wir und zu ihm kehren wir zurück. Außerdem kann man doch durch alles Mögliche sterben, nicht zuletzt durch Rauchen. Wieso also so eine Panik vor einem Grippevirus? Zugleich ist der Virus auch ein Alptraum für jeden Nichtraucher…30 Jahre lang Nichtrauchen und dann durch die Schweinegrippe sterben…

Heute wissen wir, dass der Schweinegrippevirus weniger ansteckend und tödlich ist, als zunächst befürchtet auch wenn sich der Virus sehr gut von Mensch zu Mensch überträgt. Ich will den Virus jetzt nicht verharmlosen, aber man sollte genauso wenig übertreiben.

Diese ganze Sache sieht für mich ein wenig seltsam und paradox aus. Als es noch nicht ersichtlich war, ob der Virus weltweites Ausmaß erreichen könnte, zitterten Menschen bereits hier in Deutschland davor, dass sie ein Virus aus Mexiko über den gesamten Atlantischen Ozean bis hin in die Stadt Köln heimsucht. Und jetzt nach über 15000 angesteckten Menschen und ca. 100 Todesopfern weltweit, ist der Schweinegrippe-Virus sowohl in den Medien als auch in der öffentlichen Wahrnehmung zu einem Randthema mutiert… klingt komisch, ist aber so.

Der Erreger breitet sich weiterhin aus, zwar gemäßigt, aber immer hin, denn es gab wie bekannt viele Todesopfer. Obwohl die Gefährdung noch da ist, bekommen wir in den Medien immer weniger davon zu spüren.

Die neue Grippe war doch noch vor einem Monat das alles bestimmende Thema?! Wie schnell wurde denn dieses Weltuntergangsszenario wieder vergessen? Könnte es daran liegen, dass die Medien immer seltener von „der Schweinegrippe“ berichten? Es scheint so. Eine andere Begründung dafür, dass dieses Thema marginalisiert ist, obwohl die Krankheit sich nun weltweit ausgebreitet hat, gibt es nicht. Aber das zeigt uns doch mal wieder wie sehr wir uns von den Medien beeinflussen lassen.

Das Interesse an der Schweinegrippe scheint wieder gesunken. Die Gier nach Sensation, Panikmache und Übertreibung statt Versachlichung der Berichterstattung stehen wie immer im Vordergrund. So wechseln sich Klimawandel, Wirtschaftskrise, Pandemie und Islam munter ab, bis die Gesellschaft irgendwann völlig paranoid ist.

Die Hosen voll, die Köpfe leer; bis man den Scharfmachern überall hinfolgt. In Afghanistan sind wir ja schon… (nur eine Randbemerkung).

Köln: Wissenschaftler Rohe warnt vor Hetze gegen den Islam

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© Jetti Kuhlemann / pixelio.de

Der Erlanger Islamwissenschaftler und Jurist Mathias Rohe hat vor “geistiger Brandstiftung und Hetze” gegenüber dem Islam gewarnt. Wenn Muslime so gefährlich wären, wie oft behauptet, “wären wir alle längst tot”, sagte der Wissenschaftler der Uni Erlangen-Nürnberg am Mittwochabend in Köln. Er sehe keine gewaltbereite Mehrheit unter den Muslimen in Deutschland und auch keine Islamisierung der Gesellschaft, betonte der Gründungsdirektor des Erlanger Zentrums für Islam und Recht in Europa.

Rohe sprach sich für einen differenzierten Umgang mit dem Begriff der Scharia aus. “Die meisten Regeln und Normen der Scharia entsprechen unserem Rechtsverständnis”, sagte der Jurist. Nur ein kleiner Teil sei problematisch. Entscheidend sei, alle Aussagen der Scharia für die heutige Zeit zu interpretieren. “Die Aussagen der Bibel können auch nicht kommentarlos übernommen werden. Genauso ist es mit dem Koran.” Die Mehrheit der Islamwissenschaftler vertritt nach Einschätzung von Rohe mittlerweile die Auffassung, dass von der Scharia “nur der Ein-Gott-Glaube unabänderlich ist.”

Rohe betonte, der Islam in Deutschland müsse auch in Zukunft unter dem Schutz der Religionsfreiheit stehen. Das gehöre zum Rechtsstaat. Die Frage, ob in Deutschland Moscheen gebaut werden dürfen, hänge allerdings nicht davon ab, ob in muslimisch geprägten Ländern Kirchen gebaut werden dürften, so der Forscher. Er hält es für falsch, dass Politiker und Kirchenvertreter dies in Moscheedebatten immer wieder miteinander verknüpften. Rohe sprach bei einer Veranstaltung der Karl-Rahner-Akademie.

Quelle: islamische-zeitung.de

Ich habe bereits mehrmals darauf aufmerksam gemacht, dass Terrorismus und Islam unvereinbar sind.

Dieses neuerfundene Wort “Islamismus” jedoch, das in den letzten Jahren immer häufiger verwendet und gehört wird, zielt ständig darauf ab, in unseren Köpfen eine Verknüpfung zwischen dem Islam und dem Terrorismus herzustellen, weswegen ich dieses Wort auch nicht sehr mag. Aber was sollten die Medien denn sonst sagen?  “Islamisch” (ohne “-sti-” dazwischen) ist es ja auch nicht. Es ist nicht im Sinne des Islam. Nun gut, man könnte behaupten, es wäre es, aber dies wäre eine Lüge, und gerade deswegen stelle ich mir vor, dass Muslime gegen diese Ausdrucksweise protestieren würden. Aber solange da drei Buchstaben mehr drin stecken kann es keinen stören, weil man ja was gaaanz anderes damit meinen will. “Islam” sei der Glaube und “Islamismus” sei die ach so gefährliche, radikale, extremistische, terroristische, menschenverachtende Ideologie, vor der jeder Angst und Abstand haben sollte. In diesem Wort steckt sowohl das Wort “Islam” als auch eine Bewertung.

Anstelle von “Muslime” wird einfach “Islamisten” gesagt, weil es ja nicht so offensichtlich klingt, dass man die gesamte Relgionsgemeinde miteinbezieht. Man tut dies gerne durch Umwege mit Wortneuschöpfungen und keiner merkt es…

Bin ich islamistisch?

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