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In einem Leserkommentar zu meinem Text „Warum werden in den Medien nur Muslime als Terroristen dargestellt?“ steht:

„Vielleicht werden Muslime in den Medien als Terroristen dargestellt, weil Mohammed z.B. seine Gefährten dazu aufgefoerdert hat, Kritiker des Islams einfach zu ermorden, z.B. Abu Afak oder Ka’b ibn Aschraf, und die Muslime nur seinem Vorbild folgen?“

Zunächst muss gesagt werden, dass dies die Frage nicht beantwortet. Es heißt oft „Nicht alle Muslime sind Terroristen, aber alle Terroristen sind Muslime“, aber falscher kann diese Aussage nicht sein. Z.B. 2007 gab es ca. 500 terroristische Anschläge in ganz Europa und nur einer davon wurde von jemandem Begangen, der den Islam als Vorwand benutzte. Das sind ca. 0.2%. Das war einer der Hauptgründe warum, ich den Text geschrieben hatte. Heutzutage versteht man unter „Terrorist“ sofort auch gleich „Muslim“. Diese Assoziation haben die Medien den Menschen geschickt ins Hirn eingebrannt.

Aber nun zu der oben genannten Begründung.

Christliche Missionare bringen oft das Argument, dass der Prophet (a.s.) seine Gegner nur deswegen töten ließ, nur weil sie ihn beleidigt oder kritisiert hatten (was so gar nicht stimmt).

Sie bringen das Beispiel des Juden namens Ka’b der getötet wurde, nur weil er Gedichte gegen muslimische Frauen schrieb. Ihre einzige Quelle dabei ist das Buch von Ibn Ishaq (Biographie des Propheten a.s.). Aber wenn wir genau in dieser Quelle weiter lesen sagt Ibn Ishaq selbst, dass Ka’b deswegen hingerichtet wurde, weil er Gewalt gegen die Muslime einsetzte. Sogar die Quelle die sie selber benutzten widerlegt ihre Behauptung.

Also woher nehmen sie das Recht zu behaupten, dass er deswegen getötet wurde, weil er den Propheten (a.s.) beleidigte?

In Ibn Kathirs Biographie, wo er von Ibn Ishaq zitiert, steht, dass Ka’b ibn Aschraf nach Mekka ging, die Hochburg der Götzendiener, und stachelte die Götzendiener dazu auf aufzustehen und gegen die Muslime zu kämpfen und er hörte nicht auf, bis er jeden dieser Götzendiener dazu gebracht hatte einen Muslim töten zu wollen.

Was würde mit jemandem passieren, der nach Afghanistan geht und all den Leuten dort erzählt „lasst uns aufbrechen und die USA angreifen“ und die Leute dann auch wirklich dazu bereit wären…? Selbstverständlich wird die CIA „etwas“ gegen ihn unternehmen… Dieser Mann wäre sofort ausgeschaltet worden. Seine Hinrichtung bedenkt niemand zu kritisieren, weil das mitlitärisch-strategisch die richtige Entscheidung wäre.

Und genau das ist passiert. Er ging nach Mekka und stiftete die Mekkaner zu Gewalt und Krieg gegen den Propheten  (a.s.) an. Und es macht keinen Unterschied ob er das Schwert selber trug oder derjenige war der den Befehl gab.

Darüber hinaus gab es einen Vertrag zwischen den Muslimen und den Juden, dass keiner die Mekkaner zu Verbündeten nimmt. Und wenn sie Verbindungen bzw. Allianz mit den Götzendienern hätten, dann würden sie die Konsequenzen tragen müssen. Und Ka’b trug seine. Also war das, was passiert ist, seine eigene Schuld. Also wurde er nicht nur wegen dem „kritisieren“ getötet. Es war eine Volksverhetzung, Aufruf zum Mord und Vertragsbruch.

Außerdem haben damals viele Juden Gedichte geschrieben und Muslime haben sogar „zurück gedisst“ sozusagen. Warum wurden dann all diese nicht hingerichtet?! Ganz offensichtlich weil es nicht dieselben Fälle waren, wie bei Ka’b. Er hat, wie bereits gesagt, mehr als nur „kritisiert“. D.h. man wird nicht wegen Kritik am Islam hingerichtet.

Nun, was ist also jetzt mit Abu Afak und Asma bint Marwan? Dies sind auch zwei Personen die angeblich deswegen hingerichtet worden sind, weil sie den Propheten (a.s) nur kritisierten.

Lasst uns zuerst mit dem Mann Abu Afak anfangen. Er ist genau derselbe Fall wie der vorherige Mann.

Wir lesen in der Sira von Umeyr ibn Adi und der Sira von Salim bin Umeyr, dass Abu Afak genau dasselbe tat wie Ka’b ibn Ashraf. Also war er ein genauso feindlicher Gegner.

Und was ist mit Asma bint Marwan? Sie hat dasselbe gemacht. Sie schrieb Gedichte, die dazu anstifteten den Propheten (a.s.) zu töten. Sie hat zum Mord an den Propheten (a.s.) aufgerufen.

Also können wir daraus schließen, dass ihre Hinrichtungen nicht ohne jeden Grund waren und die Anklagepunkte nicht einfach nur „Kritik am Islam“ waren, wie oft einfach behauptet.

Darüberhinaus ist der Islam nicht gegen Kritik. Im Gegenteil. Allah sagt im Quran:

“Rufe zum Weg deines Herrn mit Weisheit und schöner Ermahnung auf, und streite mit ihnen auf die beste Art. Wahrlich, dein Herr weiß am besten, wer von Seinem Wege abgeirrt ist; und Er kennt jene am besten, die rechtgeleitet sind.” (16:125)

D.h. also, dass ein Disput stattfinden soll. Und ein Disput kann nur bei Kritik stattfinden. Der Islam ist nicht gegen Kritik, aber wohl gegen Hetze.

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