“Muslim – the next Generation” ist ein Projekt, welches Mitte 2009 in den Köpfen einiger Jugendlicher entstand. Die Idee: Eine Zeitschrift mit Themen, die muslimische Jugendliche bewegen. Von der Idee, über die Organisation und Entwicklung bis hin zur ersten Veröffentlichung war es ein weiter Weg. Anfang 2010 sind wir nun endlich so weit gewesen, das erste Ergebnis zu präsentieren. Doch es ist immer noch ein weiter Weg. Um eine ernstzunehmende muslimische Jugendzeitschrift zu werden, benötigen wir weiterhin viel Feedback von unseren Lesern und aktive Unterstützung in Design-, Journalismus- und weiteren Angelegenheiten.

>>muslim-generation.de<<

Zurzeit ist unsere Zeitschrift ein Webzine, aber alle paar Monate soll auch ein Special auf Papier erscheinen. Daran arbeiten wir noch fleißig. Stattdessen wird die erste Ausgabe schon sehr bald zum herunterladen bereitgestellt!

Ein paar Kommentare und Gedanken. Warum ich überhaupt zu diesem Thema schreibe, habt ihr schon im ersten Teil gelesen.


Beginnen wir hiermit. Michael Braun (CDU Berlin):

Der rechtspolitische Sprecher der CDU im Berliner Abgeordnetenhaus, Michael Braun, hat sich dafür ausgesprochen, auch Schülerinnen das Tragen eines Kopftuches im Unterricht zu verbieten. «Ich sehe nicht ein, warum andere darunter leiden sollen, dass einige der Meinung sind, sie müssten ihre Glaubensfreiheit auf diese Art und Weise ausleben», sagte Braun am Donnerstag im Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB).

Was bedeutet denn bitteschön “auf diese Art und Weise” ? Entweder man lebt seine Glaubensfreiheit aus oder nicht. Da hat wohl jemand selbst ein Problem mit dem Grundgesetz.
Was ich nicht verstehen kann ist, wie jemand darunter leiden kann, ein Kopftuch tragendes Mädchen zu sehen. Diese Leute müssen bei dem Anblick ja unter richtigen Schmerzen leiden.

Herr Bosbach meinte, dass man die Angst vor der Islamisierung Ernst nehmen müsse. Mal abgesehen davon, dass man vielleicht auch mal die Angst der Muslime wegen der ständigen Hetze in den tendenziösen Medien, den verbalen und physichen Attacken ihnen gegenüber und nicht zuletzt einem kaltblütigen Mord an einer Muslima, der sich mitten in einer Gerichtsverhandlung ereignete, auch mal ernst nehmen sollte, sollte man mal bedenken aus welchem Grund man hier Menschen ihrer Rechte beschneiden will.

Nur weil jemand Angst hat, kann er nicht die Rechte der Anderen Beschneiden. Das Problem liegt bei dem der die Angst hat. Er muss lernen wie er mit seiner Angst umgeht. Aber man kann es sich ja auch einfach machen…

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Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland


Art. 3, Abs. (3)

  • “Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.”

Art. 4, Abs. (1) und (2)

  • (1): “Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen Bekenntnisses sind unverletzlich.”
  • (2): “Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet.

Art. 33, Abs. (2) und (3)

  • (2): “Jeder Deutsche hat nach seiner Eignung, Befähigung und fachlichen Leistung gleichen Zugang zu jedem öffentlichen Amte.”
  • (3): “Der Genuss bürgerlicher und staatsbürgerlicher Rechte, die Zulassung zu öffentlichen Ämtern sind unabhängig von dem religiösen Bekenntnis. Niemand darf aus seiner Zugehörigkeit oder Nichtzugehörigkeit zu einem Bekenntnis oder Weltanschauung ein Nachteil erwachsen.”

Man versucht dem Kopftuch der Muslima eine völlig neue Definition und Funktion zu verpassen, bis man es ihr ungehindert vom Kopf herunterreißen kann.

Die einen verbiegen das Gesetz nicht, sondern betonen nur immer wieder, dass das Kopftuch der Muslima ein Symbol der Unterdrückung und der Unterordnung sei. Die anderen verbiegen das Gesetz, indem sie dem Kopftuch der Muslima die Bedeutung eines Symbols des Machtanspruchs der Muslime beimessen. Man bedient sich diesen Bildern, um das Kopftuch dennoch zu verbannen. Beides widerspräche nämlich der freiheitlich-demokratischen Ordnung hier in Deutschland.

Es scheint mir, dass die Religionsfreiheit nur auf Papier besteht, dass sie nur in der Theorie existiert (zumindest für Muslime). Darauf weist mich besonders Artikel 4 Absatz 4 hin: “Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet.” Die Realität sieht nämlich anders aus.

Die Begründung, dass die Religionsfreiheit für andere Religionen in anderen gewissen Ländern auch eingeschränkt sei und es den Muslimas hier besser ginge als in der Türkei oder Tunesien, wo das Tragen eines Kopftuches weder in der Schule noch in der Uni noch am Arbeitsplatz erlaubt ist und in Tunesien sehr bald auch nicht mehr im öffentlichen Leben (genauso wie “die weiße Tracht und der Bart”), und die Muslime sich hier deswegen nicht beklagen dürften, ist nicht mehr als eine unzureichende Ausrede. Ändert dies etwa etwas an der Tatsache das “Religionsfreiheit für alle” in Deutschland nur geheuchelt scheint? Ändert dies etwas daran, dass man nicht besser als jene ist, die man anklagt? Es ändert nichts daran. Wir sind Deutschland mit deutschem Grundgesetz.

Dass eine Muslima ihr Kopftuch aus Gründen des Neutralitätsgebots in der Schule ablegen soll, egal ob es eine Schülerin oder Lehrerin ist, ist nicht mehr neutral.

“Neutral” würde bedeuten einen Platz zwischen zwei Fronten einzunehmen, wohingegen das Nichttragen des Kopftuches für eine Muslima eine Bevorzugung der Gegenseite ist. Es ist keine Neutralität. Denn das Nichttragen des Hijabs heißt, die entgegengesetzte Möglichkeit als Grundlage anzunehmen. Es ist keine Neutralität im Ablegen des Hijabs, vielmehr eine Parteinahme für die “andere Seite”, was bedeutet, dass die Muslima ihren Glauben aufgeben soll, auch, wenn es für eine begrenzte Zeit ist. Das verstößt gegen all die oben genannten Gesetze.

Wer meint es sei dennoch neutral die entgegengesetzte Möglichkeit als Grundlage anzunehmen, der soll erst einmal “neutral” definieren. Eine Mitte gibt es hier nicht. Nicht im Falle des Hijabs (des “Kopftuches” der Muslima). Ein Kreuz zu tragen ist kein Gebot im Christentum.

Es ist die religiöse Freiheit einer jeden Muslima ein “Kopftuch” zu tragen. Das Recht der freien Religionsausübung ist eines der höchsten Güter der Demokratie. Ein Kopftuchverbot beeinträchtigt stark die Religionsausübung der Muslime in Deutschland. Ist es keine Schande, dass nach der Deutschen Vergangenheit eine solche Diskussion überhaupt noch geführt wird?

Sind Menschen heutzutage noch immer nicht dazu in der Lage die Andersartigkeit anderer Menschen zu tolerieren? In der Vergangenheit Europas war es nicht so und unsere Gegenwart lässt viel zu wünschen übrig, aber ich hoffe doch inständig, dass es in Zukunft endlich möglich sein wird.

Wir haben gesehen, dass der Hijab (das “Kopftuch” der Muslima) ständig unter ein Symbolbegriff gezwängt wird. Es soll für manche Menschen wohl oder übel nichts anderes sein. Wenn man schon so verbohrt danach strebt “das” Kopftuch als ein Symbol zu sehen, dann finde ich, dass man es eher als ein Symbol der Religionsfreiheit betrachtet!

Ich habe diesen Film bereits zweimal sehen müssen. Er beinhaltet zwar witzige Momente, aber insgesamt hat mir dieser Film nicht gefallen. Ich betrachte ihn sehr kritisch.

In diesem Film wird der Eindruck vermittelt, dass die allbekannte Zwangsheirat ein Ritus des Islams sei. Dass sie eine Lehre des Islam sei. Dass sie ein fester Bestandteil des Lebens praktizierender Muslime sei. Dasselbige liest man auch in Inhaltsangaben zum Film:

“Der älteste Sohn soll auf traditionell-muslimische Weise verheiratet werden, d.h. ohne seine zukünftige Frau je gesehen zu haben.”

Dieser Satz ist sachlich falsch. Arrangierten Ehen sind islamisch gesehen nicht verboten, jedoch müssen dabei mindestens zwei sehr wichtige Bedingungen getroffen werden. Die beiden potentiellen Ehepartner müssen sich vorher gesehen haben und die Ehe ist ungültig, wenn einer der beiden ihre bzw. seine Einwilligung dazu nicht gegeben hat.

Für Leute mit wenig Englischkenntnissen tut es mir Leid, dass ich den unten aufgeführten Hadith nicht auf Deutsch gefunden habe. Daher übersetze ihn auch gleich danach und entschuldige mich schonmal für die grobe Übersetzung.

From al-Mugheerah ibn Shu’bah: “I proposed marriage to a woman, and the Messenger of Allaah (peace and blessings of Allaah be upon him) said: ‘Have you seen her?’ I said, ‘No.’ He said, ‘Look at her, because it is more fitting that love and compatibility be established between you.’” According to another report: “So he did that, and he married her and mentioned that they got along.” (Reported by al-Daaraqutni, 3/252 (31, 32); Ibn Maajah, 1/574)

Ein Mann (al-Mugheerah ibn Shu’bah) sagte zum Propheten (a.s.), dass er eine Frau heiraten werde, woraufhin der Prophet (a.s.) ihn fragte, ob er sie gesehen habe, was er verneinte. Daraufhin sagte der Prophet (a.s.) zu ihm: “Sieh sie dir an, denn so ist es eher gewährleistet, dass Liebe und Kompatibilität zwischen euch besteht/entsteht.” Einer Anderen Überlieferung zufolge, heißt es zusätzlich noch: So tat er dies und heiratete sie und erwähnte, dass sie gut miteinander auskamen.

Der Prophet, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte: “Eine ältere Frau darf nicht verheiratet werden, bis sie dies selbst zulässt. Und eine Jungfrau darf nur verheiratet werden, wenn sie der Heirat zustimmt.” […] (Sahih Al-Bucharyy Nr. 5136)

Chansa’ Bint Chidam Al-Ansaryya* berichtete, dass sie als Thayyib ** von ihrem Vater wiederverheiratet wurde, und dass sie damit nicht einverstanden war. Sie begab sich deshalb zum Gesandten Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, und er machte ihre Heirat rückgängig.
[*D.h. von den Al-Ansar = Helfern = Bewohnern von Medina; **geschiedene oder verwitwete Frau] (Sahih Al-Bucharyy Nr. 5138)

Hier sehen wir, dass die Ehe einer zur Heirat gezwungenen Frau vom Propheten (a.s.) höchst persönlich ungültig gemacht wurde.

Zwangsheirat ist ein kulturelles Phänomen. Zwangsverheiratungen sind heute vor allem in muslimischen und hinduistischen Gesellschaften verbreitet. Bekannt sind solche Fälle aber auch in buddhistischen, jesidischen und sogar christlichen Umfeldern.

Der Leitgedanke des Filmes ist der “clash of cultures. Und unser Augenmerk sollte auch genau dort liegen. Religiöse Prinzipien sollten nicht mit Herkunftskulturen verwechselt werden. Leider gibt es viele Muslime, die ihre Kultur und ihre Traditionen über ihre Religion stellen. Daher sieht man (nur) anscheinend praktizierende Muslime Dinge tun, die nichts mit dem Islam zu tun haben, ja seinen Lehren sogar widersprechen. Und der Islam ist die einzige Religion, die in ihren Lehren Zwangsverheiratungen verbietet.

Als vor einem halben Jahrhundert Muslime nach Europa immigrierten, waren sie fest dazu entschlossen irgendwann wieder in ihre Heimat zurückzukehren. Die meisten dieser ersten Generation kamen vom Lande und waren wenig gebildet. Sie hatten den Islam nicht groß studiert – so erklärt Tariq Ramadan – was bedeutete, dass ihre religiösen Praktiken weiterhin stark von ihrer Herkunftskultur geprägt waren, egal ob Indo-Pakistaner, Nordafrikaner oder Türke.

Sie hängen heute teilweise noch immer an all ihre (unislamischen) Traditionen. Diese gehen auch meistens einher mit Nationalismus. Im Islam gibt es keinen Nationalismus oder Rassismus, jedoch gibt es Muslime, die sich nach Lust und Laune aussuchen welchen Teil ihrer Religion sie praktizieren wollen und welchen nicht. So kommt es oft vor, dass es zu keiner Ehe zwischen Muslimen verschiedener Nationalität kommt, weil die Eltern meistens dagegen sind. So besteht auch Familienvater George in “East is East” strengstens darauf, dass seine Söhne Pakistanerinnen heiraten.

Ich versuche diesen Sachverhalt genauer zu erklären:
Bevor der Islam kam waren die Leute stark an ihre Stämme und Nationen gebunden. Sie dachten in Klassensystemen, die jeden nach Kategorien ordneten. Der Islam kam, um die Menschen von solch einem Denken zu befreien. Dies war auch erfolgreich, aber bei einigen hat der Islam nicht sie verändert, sondern sie haben “ihren” Islam verändert.

“O ihr Menschen, Wir haben euch ja von einem männlichen und einem weiblichen Wesen erschaffen, und Wir haben euch zu Völkern und Stämmen gemacht, damit ihr einander kennen lernt. Gewiss, der Geehrteste von euch bei Allah ist der Gottesfürchtigste von euch. Gewiss, Allah ist Allwissend und Allkundig.” (Quran 49:13)

Dschabir (r.a.), überlieferte, dass sich der Prophet (a.s.) und sagte:
“O ihr Menschen! Gewiss, ihr habt einen Herrn (Allah) und einen Vater (Adam). Kein Araber ist besser als ein Nichtaraber, und kein Nichtaraber besser als ein Araber; und kein Weißer ist besser als ein Schwarzer und kein Schwarzer besser als ein Weißer.
Die Überlegenheit liegt allein in der Rechtschaffenheit und Frömmigkeit.” (Ahmad und Al-Baihaqi)

Im Falle von Familienvater George, der despotisch versucht seinen Kindern sowohl islamisch als auch nach all den Pakistanischen Sitten zu erziehen, sehe ich, dass es ihm nur darum geht bei seinen Landsleuten als wahrer und traditionstreuer Pakistaner respektiert und geachtet zu werden. Es geht wieder nur um Ruf und Ehre. Er schämt sich für seine Kinder, weil sie kein Wort Urdu sprechen noch Pakistansiche Bräuche akzeptieren. Nachdem auch noch seine Frau beim Versuch ihre Kinder zu verteidigen ihn als “stupid” bezeichnet, fühlt er sich in seinem letzten Stück Stolz verletzt und rastet entgültig aus. In Rage verprügelt er sie.

Eines der Vorurteile dem Islam gegenüber ist, dass Muslime ihre Frauen schlagen dürfen, wenn sie es wollen, aber es entspricht weder der islamischen Ethik noch spiegelt dieses Bild die Mehrheit der Muslime wider.

Es berichtet Abu Huraira (r.a.), dass der Prophet (a.s.) sagte:
“Die Der vollendeste vollendetste Muslim in Glaubensangelegenheiten ist derjenige, der ein vorzügliches Benehmen hat, und die Besten unter euch sind jene, die ihre Ehefrauen am besten behandeln.” (At-Tirmidhi)

Es ist zum Beispiel bekannt, dass der Prophet (a.s.) seine Frauen niemals geschlagen hat und sein Vorbild gilt für alle Muslime.

Der Prophet Muhammad (a.s.) sagte: “Der Beste unter euch ist derjenige, der seine Frau am besten behandelt, und ich bin ein Vorbild in der Behandlung meiner Familie.” (At-Tirmidhi)

Es ist eine Sünde überhaupt irgendjemandem ins Gesicht zu schlagen. Wie groß ist die Sünde, wenn man seiner eigenen Ehefrau ins Gesicht schlägt?

[Jemand, der den Quran aufschlägt und auf eigene Faust ohne Hintergrundwissen zu interpretieren beginnt und meint verstanden zu haben was da steht und was damit gemeint sei, ist ein Narr. Bevor man eine Sache falsch versteht, oder jemanden einer Lüge bezichtigt, sollte man zuerst einen Wissenden fragen was eine bestimmte Stelle zu bedeuten hat, oder die Erklärung eines Gelehrten dazu lesen, ansonsten würde man die Worte des Propheten nicht beachten.]

» Ob der Koran von Ewigkeit sei?
Darnach frag’ ich nicht! …
Dass er das Buch der Bücher sei
Glaub’ ich aus Mosleminen-Pflicht.«

(Johann Wolfgang von Goethe)

“Wer hat Angst vorm Muselmann?”

“Niemand.”

“Und wenn er kommt?”

Anfahrt und Standort

Kopftuch: Symbol der Unterdrückung?


Im letzten Artikel habe ich herausgestellt, dass das Bedecken der Haare der Frau im Neuen Testament die Funktion hatte, sich dem Mann unterzuordnen.

Es ist vielleicht verständlich warum Leute, die in solch einem Glauben aufgewachsen, sind so reagieren. Dies entschuldigt dennoch nicht ihr Verhalten gegenüber muslimischen Frauen, die in ihrem Kopftuch alles andere als eine Unterordnung unter dem Mann oder Unterdrückung sehen.
Im Vergleich lesen wir die Textstellen im Quran, die auf “das” Kopftuch eingehen.

“Sage zu den gläubigen Männern, dass sie ihre Blicke senken und ihre Keuschheit wahren sollen. Das ist geziemender für sie. Wahrlich, Allah ist wohl vertraut mit dem, was sie tun. Und sage zu den gläubigen Frauen, dass sie ihre Blicke senken und ihre Keuschheit wahren sollen, und ihren Schmuck nicht zur Schau stellen sollen außer dem, was davon sichtbar wird, und dass sie ihre Tücher über ihre Busen schlagen sollen und ihren Schmuck niemanden zeigen sollen außer ihren Gatten oder ihren Vätern oder den Vätern ihrer Gatten oder ihren Söhnen oder den Söhnen ihrer Gatten, oder ihren Brüdern oder den Söhnen ihrer Schwestern, oder ihren Frauen oder denen, deren Rechte sie besitzen, oder Dienern, die keine geschlechtlichen Begierden haben, oder Kindern, die kein Schamgefühl Frauen gegenüber hegen[…]“ (24:30-31)

In diesem Vers wird für das Wort “Tücher” das Wort “Humur” verwendet, welches  eine Kopfbedeckung bezeichnet. Hier werden auch nur die männlichen Familienangehörigen aufgezählt, in deren Gegenwart sie kein Kopftuch tragen muss.

“O Prophet! Sage deinen Frauen und deinen Töchtern und den Frauen der Gläubigen, dass sie ihre Übergewänder über sich ziehen sollen. Das ist eher dazu geeignet, dass sie erkannt und nicht belästigt werden. Und Allah ist Allvergebend, Allbarmherzig. (33:59)

Abu Dawud überliefert von Aischa (r.a.), dass Asma bint Abu Bakr zum Gesandten Allahs (a.s.) kam, als sie durchsichtige Kleidung trug. Da wandte sich der Gesandte Allahs (a.s.) von ihr ab und sagte zu ihr: “O Asma, Wenn die Frau ihre Geschlechtsreife erlangt hat, darf man nichts von ihr sehen als das und das”, und er zeigte dabei auf sein Gesicht und seine Hände. (Abu Dawud)

Das Kopftuch der muslimischen Frau ist Teil ihrer gesamten Kleidung, die bestimmten Vorschriften unterliegt, genauso wie es eine Bekleidungsvorschrift für Männer gibt. Zum Beispiel dürfen muslimische Männer keine engen oder kurzen Hosen tragen.

Muslime, egal ob Mann oder Frau, sollten grundsätzlich Kleidung tragen, die den Körper in der Weise bedeckt, dass die Figur nicht sichtbar wird, damit sich die niederen Instinkte nicht unnötigerweise melden, weder durch die Frau noch durch den Mann.

Die Notwendigkeit der Bescheidenheit und Zurückhaltung ist für Männer und Frauen dieselbe. Wegen der Differenzierung der Geschlechter in der Natur, im Temperament und im Gesellschaftsleben ist für Frauen auf dem Gebiet der Kleidung ein größerer Privatbereich erforderlich. Eigentlich sprechen Muslime vom “Hijab” anstatt vom “Kopftuch”, denn die Bedeckung ist nicht auf den Kopf reduziert. Mehr dazu erfahrt ihr von dieser Bloggerin.

Im Quran hat “das Kopftuch” eine völlig andere Funktion und wertet die Frau sogar auf. Im Christentum hatte es nämlich einen ganz anderen Funktion als im Islam. Man kann sich hier also nicht einfach einem Syllogismus bedienen. Dass das Bedecken des Hauptes etwas Negatives implizieren soll ist völlig verkehrt. So etwas gibt es im Islam einfach nicht. Und so entstehen auch Missverständnisse. Nach islamischem Verständnis ist Kleidung nämlich ein Zeichen von Würde.

Kritiker haben sich da eine eigene Vorstellung über die Bedeutung des Kopftuchs im Islam erdichtet, die wenig Sinn ergibt.

Alle islamischen Gelehrten sind sich einig, dass die Gefährten des Propheten (a.s.) ihn selten ohne Kopfbedeckung sahen, mit Ausnahme der Pilgerfahrt. Selbst der Prophet Muhammed (a.s.) selbst, hatte so gut wie immer eine Kopfbedeckung auf.

Shaykh Abd al-Qadir Jilani:
“Es ist von der Gewohnheit der frommen oder zivilisierten rechtschaffenen Männer, das man den Kopf bedeckt.” (Ghunyat al-Talibin 1:4)

Ibn Abbas (r.a.) überlieferte das der Prophet (a.s.) Ansprachen hielt, während er einen schwarzen Turban trug. (Sahih al-Buchari Band 1 Seite 536)

Und Ibn Umar (r.a.) überlieferte, dass er (a.s.) gewöhnlich eine weiße (islamische) Mütze [Kufi] trug. (Tabarani)

Wenn das Bedecken des Kopfes durch ein Kopftuch tatsächlich ein Zeichen der Unterdrückung und der Unterordnung  sei, dann ergibt es wiederum keinen Sinn, warum Männer in arabischen Ländern ein Kopftuch tragen. Unterdrücken sie sich etwa selbst?! Diese Frage möchte sich jeder selbst beantworten…

Man könnte die Frage stellen: warum ist das Kopftuch, d.h. die Bedeckung der Haare (gemeint ist nicht “Hijab”, denn Männer müssen ihren Körper auch in bestimmter Weise verhüllen) für Frauen obligatorisch ist und für Männer nicht?

Nun, das ist wiederum eine GANZ ANDERE Frage, die nichts mit der vorangegangenen Fragestellung zu tun hat. Wir haben gerade widerlegt, dass das Kopftuch im Islam die Bedeutung der Unterdrückung oder Unterordnung haben soll. Der Hijab allgemein ist auch erst ab der Pubertät obligatorisch und im hohen Alter keine Pflicht mehr ist.

So müsste man also Frauen, die ihren Hijab aus religiösen Gründen tragen, d.h. aus Gehorsam zu ihrem Schöpfer, dem Herrn dieses Universums, respektieren und ihnen die Freiheit geben ihre Religion ungehindert zu praktizieren, ohne, dass sich ein Außenstehender in ihre Religionsausübung einmischt.

“Das” Kopftuch. Es sorgt für Streit, stößt auf Kritik und ist Gegenstand einer der kontroversesten Themen der letzten Jahre.

Das Kopftuch der Muslima ist in den letzten Jahren Opfer der seltsamsten Assoziationen und Diskussionen geworden. Ich hab mir dies lange anhören müssen und habe beschlossen endlich auch meinen Senf dazu zu geben. Und das mithilfe der Islamischen Quellen (Quran & Sunna) und der Logik. Man könnte mich Fragen, warum ich mich überhaupt dazu äußere. Nun, der Grund ist, dass sehr vielen meiner muslimischen Schwestern das Leben schwer gemacht wird durch sogenannte Kopftuchkritiker, die sie nicht nur dazu auffordern sich dieses Stück Stoffes zu entledigen, sondern auch den Rest ihrer Bekleidung, indem sie sie zum koedukativen Schwimmen nötigen wollen.

Kopftuch: Symbol der Unterdrückung oder ein Symbol für den Machtanspruch des Islams?

Spätestens bei dieser Diskussion, fällt einem auf, wie die Konstruktion der Kopftuch tragenden Frau als Opfer hin zum Feind verlagert wird. Einige Menschen scheinen so einfach gestrickt zu sein, dass es für sie keine weitere Alternative geben könnte. Bevor man überhaupt so eine Diskussion beginnt sollte man den Begriff “Symbol” definieren. Dabei muss man beachten, dass es unterschiedliche Definitionen von “Symbol” gibt.

Was ist also ein Symbol im islamischen Sinne?

Der islamische Gelehrte Ghazali (1058-1111 n.Chr.) geht in seinem Werk “Die Nische der Lichter” auf den Symbolbegriff im Islam ein. Wenn man das Kopftuch unter einen Symbolbegriff zwängen und als Symbol abstempeln will, dann sollte man auch fairerweise die Definition von “Symbol” im islamischen Sinne erklären. Denn das Kopftuch ist ja dem Islam zu Eigen und man müsste wissen, was für eine Bedeutung es für Muslime hat. Was soll man von einer Person halten, die sich nicht einmal die Mühe macht sich darüber zu erkundigen, aber so voreilig mit ihrer Meinung ist?

Wir werden hier nicht weiter auf diese lange Definition eingehen. Es sei nur gesagt: Das Kopftuch ist höchstens ein Merkmal des Islams, aber kein Symbol. Es ist nicht einmal ein religiöses Symbol, es steht nicht für den Islam oder – wie ich beweisen werde – für die oben genannten Mutmaßungen und Unterstellungen,  sondern ganz einfach zur Religionsfreiheit gehört.

Bevor ich beweise, dass das Kopftuch im Islam weder das eine noch das andere Behauptete ist, wage ich zunächst einen Versuch dahinter zu kommen wie man überhaupt auf solch eine Sicht des Kopftuches überhaupt kommen konnte, wie z.B. diese zwei Personen es darstellen:

Chahdortt Djavann:

“Das Kopftuch aber ist das Symbol der Unterordnung der Frauen unter die Männer” “Es ist das Symbol der Minderwertigkeit der Frauen.” “Ich vergleiche es mit dem gelben Stern. Es ist das Symbol, das die Frau im rechtlosen Raum einordnet.” “Die Mehrheit der muslimischen Frauen will kein Kopftuch tragen, und sie will nicht mit diesem Symbol der Entfremdung verwechselt werden.”

Alice Schwarzer:

“Das Kopftuch ist die Flagge des Islamismus. Das Kopftuch ist das Zeichen, das die Frauen zu den anderen, zu Menschen zweiter Klasse macht. Als Symbol ist es eine Art „Branding“, vergleichbar mit dem Judenstern. Und real sind Kopftuch und Ganzkörperschleier eine schwere Behinderung und Einschränkung für die Bewegung und die Kommunikation. Ich finde es selbstverständlich, dass wir uns an Ländern wie Frankreich ein Beispiel nehmen und das Kopftuch in der Schule und im Kindergarten untersagen, für Lehrerinnen und Schülerinnen.”

Diese überaus wissensreichen und gelehrten Personen wiederholen, was bereits viele vor ihnen behauptet haben und noch behaupten. Eine Reihe von Behauptungen wird aufgestellt, ohne jeglichen Versuch sie zu beweisen.

“Unterordnung” : In diesem Fall ein suggestiver Begriff. Der Sinn des Kopftuches als Symbol der Unterordnung unter Männer wird einfach vorausgesetzt ohne jeglichen Beweis aus den Quellen des Islams. Wenn man das Kopftuch als kulturelles Phänomen ansieht, dann könnte man ganz einfach auf Beispiele hindeuten in denen dies der Fall ist. Dies funktioniert aber nicht, wenn jemand es aus islamisch-religiösen Gründen trägt.

Zudem kommt die Behauptung, dass “die Mehrheit der muslimischen Frauen kein” Kopftuch tragen will. Dass dies aus der Luft gegriffen ist, müsste man eigentlich nicht erwähnen, oder hat irgendjemand jemals eine Statistik herausgegeben, die alle Muslimas beinhaltet? Außerdem kenne ich keine Muslima, dessen Kopftuch sie in irgendeiner Weise in ihrer Bewegung behindert. Und wenn man angefeindet wird, dann ist es manchmal auch verständlich, dass man nicht kommunizieren will…Zu dem Rest und womit es verglichen wird, äußere ich mich mal lieber nicht.

Wenn man ins neue Testament schaut, dann wird einem klar, warum bei den Meisten der Gedanke “Unterdrückung und Unterordnung durch das Kopftuch” aufkommt, denn das Bedecken der Haare der Frau im Neuen Testament hatte die Funktion, sich dem Mann unterzuordnen. In jener Textstelle heißt es:

Ich lasse euch aber wissen, dass Christus ist eines jeglichen Mannes Haupt; der Mann aber ist des Weibes Haupt; Gott aber ist Christi Haupt. Ein jeglicher Mann, der betet oder weissagt und hat etwas auf dem Haupt, der schändet sein Haupt. Ein Weib aber, das da betet oder weissagt mit unbedecktem Haupt, die schändet ihr Haupt, denn es ist ebensoviel, als wäre es geschoren. Will sie sich nicht bedecken, so schneide man ihr das Haar ab. Nun es aber übel steht, dass ein Weib verschnittenes Haar habe und geschoren sei, so lasset sie das Haupt bedecken. Der Mann aber soll das Haupt nicht bedecken, sintemal er ist Gottes Bild und Ehre; das Weib aber ist des Mannes Ehre. Denn der Mann ist nicht vom Weibe, sondern das Weib vom Manne. Und der Mann ist nicht geschaffen um des Weibes willen, sondern das Weib um des Mannes willen. Darum soll das Weib eine Macht auf dem Haupt haben, um der Engel willen.“ (1. Korinther 11:3-10; Neues Testament, Luther Bibel)

Interessanter wird es im zweiten Teil. Warum ich das “DAS” in der Überschrift in Anführungsstriche gesetzt habe, werdet ihr im nächsten Teil erfahren.

Zunächst dachte ich es sei nicht nötig mich über den Minarettverbot in der Schweiz zu äußern. Ob eine Moschee eine Minarette hat oder nicht interessiert mich nicht.

1. wird sowieso nicht zum Gebet gerufen werden und
2. werde ich mein Gebet auch ohne Minarett verrichten können

Das waren meine zwei Gründe. Aber irgendwie holt mich dieses Thema ein und es verfolgt mich. XD Ich bekomme schon Kommentare zu meinen Artikeln, die gar keinen Bezug zu diesen haben. Man wird sogar darauf angesprochen, obwohl ich kein Wort dazu geäußert habe. Also wenn das nicht lustig ist. Eine Rechtfertigung für den Minarettverbot hat man wohl sehr nötig. :D Ich werd euch versuchen zu erklären warum. Es bleibt mir also nichts anderes übrig als mich einzumischen. Ich muss ein wenig ironisch sein. Ich hoffe nur, dass dies jetzt nicht zu unseriös rüberkommt :P

Dass Minarette ein Zeichen des Terrors oder ein Symbol des Machtanspruchs seien ist ja schon witzig genug. Noch mehr amüsiert habe ich mich, als ich heraus gefunden habe, dass nur 4 Moscheen der ca. 130 in der Schweiz eine Minarette haben! :)

Dazu schaue man sich dieses (vielleicht ein wenig irreführende) Plakat der FPÖ unten an :P

Angst vor der “Islamisierung” war es glaube ich.

“Die Minarette müssen daher weg!”*

Das wird uns langsam zu viel!”*

Ja, langsam wird’s wirklich zu viel mit diesen Minaretten. Ich meine das sind ja schon VIER Moscheen mit Minaretten in der Schweiz! VIER ganze Minaretten. Undzwar in der Schweiz! Ich meine, ich kann verstehen warum viele Schweizer Angst bekommen. Die Schweiz ist ja nicht so groß und ein Quartett Minarette nimmt viel Raum ein. Noch eine und man hat schon eine Hand voll. Und das ist ja schon die Hälfte der Hände die man hat!

“Ja, zum Minarettverbot” klingt doch sehr positiv, finde ich. Der völlige Gegensatz dazu heißt nämlich “NEIN, zur Moschee!”. Ein Slogan einer bestimmten Organisation hier in Köln (manche böse Zungen bringen sie sogar mit der NPD in Verbindung). Die denken viel zu negativ. Positives Denken find ich besser! Sag “JA, zum Minarettverbot”! :)

Dennoch ergeben “Ja, zum Minarettverbot” und “NEIN, zur Moschee” zusammen doch irgendwie ein sehr schönes Paar ab. Hmm……Neee, Plus und Minus würden sich doch wieder neutralisieren, habe ich gehört. Da ginge ja die Botschaft völlig verloren. Oder? Ich überlass es euch ;o)

Der Fortschritt unserer Gesellschaften ist kaum mehr zu übertreffen. Wir sind schon soo weit fortgeschritten, dass wir einer anderen Religionsgemeinschaft bereits vorschreiben können wie ihre Gebetshäuser auszusehen haben. “NICHT SO habt ihr eure Gebetshäuser zu bauen, sondern SO!”* Es erfüllt mich mit Freudentränen zu sehen wie wir in die Zukunft schreiten. Ich habe fliegende Autos erwartet, aber DAS, das haut mich um. Dass ich das noch erleben darf!

Irgendwann wird auch bestimmt wieder über den Bau von Synagogen abgestimmt werden. Also jemanden, den dieser Gedanke erschreckt, kann ich nicht verstehen. Das Volk will sich doch nur gegen Überfremdung wehren. Die haben doch auch Türme, die Minaretten ähneln und haben sogar eine Kuppel. Das erinnert doch stark an eine Moschee. Seien wir mal ehrlich und da muss ich den Pro-Kölnern recht geben: Das passt nicht ins Stadtbild. Genauso wenig wie die noch unfertige Moschee in Köln-Ehrenfeld mit ihrem modernen Baustil.

Ich frag mich, ob auch irgendwann über den Bau von Kirchen oder über Glockengeläut am Sonntagmorgen abgestimmt wird, wenn die Zahl der atheistischen Menschen weiterhin steigt. Wer weiß, wer weiß. Wäre auf jeden Fall ein gewaltiger Fortschritt.

Mein Favorit:

“Ein klares Zeichen gegen den radikalen Islamismus” (FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache)

Irgendwie ist dieses obige Zitat nicht so ganz einleuchtend, findet ihr nicht auch? Ich meine…der Bezug…hm…der…FEHLT IRGENDWIE! XD

Ich brems’ mal hier. ^^

Eine gewisse Doppelmoral ist bei Diskussionen, um die Muslime leider sehr oft vorhanden. Denn das eigentliche Problem, das viele Leute haben, sind nicht die Minaretten. Die Religion als solches wird hier abgelehnt und nicht die Architektur. Es ist ein weiteres klares Zeichen dafür gegeben worden, dass man Muslime nicht haben will. Dieses möchte man aber nicht direkt aussprechen.  (Dies ist nicht nur in der Schweiz so.) Ist es die Angst als etwas abgestempelt zu werden, was man nicht gerne hört? An die lieben Schweizer: Seid bitte mal ehrlich und sagt, was ihr auf dem Herzen habt. Vielleicht akzeptieren eure muslimischen Nachbarn es und wandern anschließend aus?  Und wenn nicht, dann entschuldigt mir meinen dummen Rat, aber solche Hintertürtricks sind wirklich arm.

Ein anderes sehr beliebtes Argument gegen Moscheen allgemein ist: “Schließlich dürfen wir in euren Ländern ja auch keine Kirchen bauen!”

Danke für das Argument. In “unseren” Ländern – damit sind meistens Länder mit überwiegend muslimicher Bevölkerung gemeint – gibt es nicht nur viele Kirchen, sie werden sogar vom Staat finanziert. Beispiele kann jeder selber googlen. Wer dennoch vergeblich sucht, kann mich um links fragen. ;)

Das ist aber garnicht das Problem. Wieso maßen es sich einige Leute immer wieder an zu sagen: “Ja, aber guck mal der da!”*

“Der macht das auch!”*. Wirklich, ich kann nur applaudieren. Selbst wenn es so wäre. Wo ist dann noch der Unterschied zwischen euch beiden? Jemand, der sich moralisch überlegen fühlt sollte sich doch bitte nicht auf die selbe Stufe derjenigen herabsetzen, auf die er herabsieht. Nur ein Tipp. Wäre nämlich dumm.

Wir sind im zivilisierten Europa, nicht vergessen, und ich bin ein europäischer Muslim. ;)

Abgesehen davon: Ablehnung der Muslime auf einer Seite und Diskussionen über Integration auf der anderen?

Das sind doch zwei entgegengesetzte Ziele, oder irre ich mich da? Oder denkt man immer noch, dass nur eine Seite etwas für die Integration tun muss. Ne Leuts, so funktioniert das nicht. Das ist immer eine zweisame Sache. Da gehören noch immer zwei dazu.  Das hat man bis vor einigen jahren noch nicht verstanden und man will es wohl noch heute nicht verstehen. Erst sich jahrelang nicht für “die anderen” interessieren und dann die Integration als gescheitert erklären. So einfach kann man es sich auch machen. :D

“Von nix kütt nix” sagen wir Kölner.

Ich musste wegen dieser Sache in den letzten Tagen viel schmunzeln :) Sind das nicht zu viele Lächerlichkeiten, die sich die heutigen Gesellschaften erlauben?

Was’n eigentlich los hier? :D

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*Achtung: kein direktes Zitat ;)

» Das Geheimnis, mit allen Menschen in Frieden zu leben, besteht in der Kunst jeden seiner Individualität nach zu verstehen

(Friedrich Ludwig Jahn)


Dschâbir (r.a.), überlieferte, dass sich der Prophet (a.s.) und sagte:
“O ihr Menschen! Gewiss, ihr habt einen Herrn (Allâh) und einen Vater (Âdam). Kein Araber ist besser als ein Nichtaraber, und kein Nichtaraber besser als ein Araber; und kein Weißer ist besser als ein Schwarzer und kein Schwarzer besser als ein Weißer.
Die Überlegenheit liegt allein in der Rechtschaffenheit und Frömmigkeit.” (Ahmad und Al-Baihaqî)

Deswegen an Mr. Nazi:

Dschâbir  möge Allah mit ihm zufrieden sein, der überlieferte, dass sich der Prophet  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken am zweiten Tag der Taschrîq-Tage (dem 11., 12. und 13. Tag des Monats Dhû Al-Hiddscha) an seine Anhänger wandte und sagte: “O ihr Menschen! Gewiss, ihr habt einen Herrn (Allâh) und einen Vater (Âdam). Kein Araber ist besser als ein Nichtaraber, und kein Nichtaraber besser als ein Araber; und kein Weißer ist besser als ein Schwarzer und kein Schwarzer besser als ein Weißer. Die Überlegenheit liegt allein in der Rechtschaffenheit und Frömmigkeit.” Daraufhin fragte der Prophet  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken : “Habe ich euch die Botschaft übermittelt?” “Ja, gewiss o Gesandter Allâhs,” antwortete die Masse. “Dann lasst diejenigen, die anwesend sind (die Zuhörer) denjenigen meine Worte übermitteln, die abwesend sind,” schloss der Prophet  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken ab. (Ahmad und Al-Baihaqî)